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Zinsen als Ertrag oder Aufwand

Im Finanzbereich können Zinsen auf zwei Arten für den Kunden vorkommen, nämlich auf der einen Seite als Ertrag für eine Geldanlage und auf der anderen Seite als Aufwand in Form von Kreditzinsen.

Wenn man anderen Personen oder Institutionen sein Kapital für einen festgelegten Zeitraum überlässt, dann möchte man das in der Regel natürlich nicht kostenlos tun, sondern es werden dann Zinsen verlangt. Zinsen stehen also stets in Verbindung mit der Übertragung von Kapital und sind vom Kapitalempfänger an den Kapitalgeber zu zahlen. Im Finanzbereich gibt es aus Sicht der Banken und dementsprechend auch aus Sicht des Kunden zwei Arten von Zinsen. Auf der einen Seite muss man als Kreditnehmer Zinsen an die Bank zahlen, wenn man ein Darlehen in Anspruch genommen hat. Auf der anderen Seite kann man als Anleger bei vielen Geldanlagen aber auch Zinsen erhalten, weil man dann der Bank oder dem jeweiligen Emittenten der Anlage sein Kapital überlässt.

Wenn man die Höhe der Zinsen im Bereich Darlehen und im Bereich Geldanlage miteinander vergleicht, so wird man feststellen, dass man als Kreditnehmer zum Teil, je nach Kreditart, deutlich höherer Zinsen zahlen muss, als man im Gegenzug als Anleger im Rahmen einer verzinslichen Geldanlage bekommen würde. Diese Differenz wird auch als Zinsspanne bezeichnet und stellt einen Teil des Gewinnes jedes Kreditinstitutes dar. Es kommt natürlich immer darauf an, für welche Art von Kredit und für welche Art von Geldanlage man sich entscheidet, wie hoch die zu erhaltenden oder zu zahlenden Zinsen tatsächlich sind. So kann man im Bereich Darlehen zum Beispiel ein Hypothekendarlehen zu einem relativ niedrigen Zinssatz von rund vier Prozent erhalten, für einen Dispositionskredit muss man hingen rund 13 Prozent an Zinsen zahlen. Ebenfalls groß ist die Spanne im Bereich Geldanlage, wo man zum Beispiel für angelegtes Geld auf einem Sparbuch nur 0,50 Prozent an Zinsen erhält, für langlaufende Staatsanleihen hingegen bis zu acht Prozent an Zinsen.

Im Kreditbereich und auch im Anlagebereich richtet sich die Höhe der Zinsen neben der Kredit- und Anlageart vor allen Dingen danach, welche Laufzeit der Kredit bzw. die Geldanlage hat. Langfristige Darlehen, wie zum Beispiel das Hypothekendarlehen, haben zumeist geringere Zinssätze als kurzfristige Kredite, während es im Bereich Geldanlagen genau umgekehrt ist, denn dort erhält man normalerweise umso mehr Zinsen, desto länger man sein Kapital anlegt. Da sich die Zinsen generell sehr stark in den Bereichen unterscheiden können, ist sowohl bei der Geldanlage als auch bei der Kreditaufnahme stets ein Zinsvergleich zu empfehlen.

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