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Aktuelle Bauzinsen – immer noch günstig für Bauherren

Aktuelle Bauzinsen kann man bei der Bank oder im Internet erfragen. Sie sind immer noch auf einem historisch sehr niedrigen Niveau. Wer jetzt baut, sollte diese Zinsen für einen möglichst langen Zeitraum festschreiben.

aktuelle bauzinsen
Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

Wer sein Vorhaben jetzt verwirklicht und mit möglichst langer Zinsbindung finanziert, kann nicht viel falsch machen. Aktuelle Bauzinsen sind im historischen Vergleich auf einem sehr niedrigen Niveau. Waren früher Bauzinsen mit 6 % sehr günstig, so liegt das Niveau heute um 2 % niedriger. Das ist viel, auch wenn man bedenkt, dass es vor noch nicht so langer Zeit auch schon Zinssätze von 8 und 10 % gab.

Ein Argument, das gegen eine starke Zinssteigerung spricht, ist die hohe Staatsverschuldung. Die Öffentliche Hand – und auch die Europäische Zentralbank, obwohl sie unabhängig ist – wird alles tun, damit die Zinsen niedrig bleiben. Andernfalls würden wieder viele Probleme entstehen, um die Haushalte ausgleichen zu können.

Derzeit liegen aktuelle Bauzinsen mit zehnjähriger Zinsbindung unter 4 %. Bei nur fünfjähriger Bindung wird es noch günstiger. Für 15 Jahre Zinsfestschreibung zahlt man ¼ %, für zwanzigjährige Bindung ½ % mehr. Solche Zinsen gelten aber nur für erstrangige Darlehen. Wer mehr als die üblichen 60 % seines Bauvorhabens finanzieren möchte, muss mit höheren Zinsen rechnen. Doch auch solche Finanzierungen sind machbar, wenn der Kunde über eine gute Bonität verfügt und ein gesichertes Einkommen vorweisen kann.

Man kann natürlich auch so rechnen: das Bauvorhaben mit 100.000 Euro Kredit jetzt finanziert kostet in einem Jahr 4.000 Euro Zinsen. Wenn man es erst in einem Jahr realisiert, hat man 4.000 Euro gespart. Wenn man dann ¼ % mehr bezahlen muss, bedeutet dies, dass die ersparten Zinsen ausreichen, den Mehrzins für 16 Jahre zu decken. Also noch warten?

Wenn es zu einer Zinswende kommt, sind die Marktteilnehmer oft nicht mehr bereit, Geld auszuleihen. Man könnte ja in einigen Monaten noch mehr Zinsen für die Anlage erhalten. Dies kann dann leicht dazu führen, dass es nicht zu einem moderaten Anstieg, sondern zu einem Zinssprung kommt und das Zinsniveau plötzlich doch um 1 % gestiegen ist. Dann hat man zwar eine Gelegenheit verpasst, ist aber historisch gesehen immer noch sehr günstig dran. Man kann natürlich auch an eine Absicherung des Zinsniveaus für die geplante Investition denken. Diese lassen sich die Banken aber gut bezahlen.