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Eine Baufinanzierung ohne Schufa ist bisweilen möglich

Deutsche Banken finanzieren in der Regel keine Immobilien, wenn der Antragsteller über einen Schufa-Eintrag verfügt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Baufinanzierung jedoch möglich werden.

baufinanzierung ohne schufa
Foto: © insektivor212 / http://www.pixelio.de

Gerade in Zeiten des billigen Baugelds träumen viele Menschen davon, eine eigene Immobilie zu besitzen. Zur Finanzierung des Traumhauses oder der Eigentumswohnung werden zumeist sechsstellige Summen benötigt. Diese hohen Beträge besorgt man sich bei Banken oder Privatvermittlern von Immobilienfinanzierungen. Bevor ein Kreditinstitut eine Finanzierungszusage erteilt, werden die finanziellen Verhältnisse des Antragstellers akribisch geprüft. Ein Schufa-Eintrag – auch wenn es sich nur um eine nicht bezahlte Handyrechnung handelt – ist ein Grund, den beantragten Kredit für die gewünschte Baufinanzierung umgehend abzulehnen. Ist der Schufa-Eintrag beispielsweise als eidesstattliche Versicherung, Insolvenz oder Haftbefehl gespeichert, besteht in unserem Land grundsätzlich keinerlei Möglichkeit, den Bau oder Kauf einer Immobilie finanziert zu bekommen.

Bei den sogenannten weichen oder kleineren Einträgen in die Schufa können Banken in bestimmten Einzelfällen von dieser Regelung abweichen. Sie suchen nach anderen Bonitätsmerkmalen, die die Kreditwürdigkeit des Antragsstellers abbilden. Dieser muss über ein ausreichend hohes und nachhaltiges Einkommen verfügen, damit erwartet werden kann, dass er in der Lage sein wird, die zusätzlichen Belastungen zu bezahlen. Er muss mindestens zwölf Monate lang bei seinem Arbeitgeber beschäftigt sein und über einen unbefristeten Arbeitsvertrag verfügen. Zudem sollte die zu finanzierende Immobilie einen hohen Wert besitzen, da sie der Bank als Sicherheit dient. Bei der Prüfung der finanziellen Verhältnisse des potenziellen Kunden wird besonderer Wert darauf gelegt, dass keine hohe Konsumschulden vorhanden sind. Dies werten Banken oft als Zeichen von hoher Risikobereitschaft und Unzuverlässigkeit. Weiterhin lassen sich die Kreditinstitute ihr erhöhtes Risiko mit einem Zinssatz bezahlen, der über dem Durchschnitt liegt. Daher sollte man sehr genau prüfen, ob es nicht die bessere Variante ist, die Löschung des Schufa-Eintrags abzuwarten, um sich zu einem späteren Zeitpunkt den Wunsch nach der eigenen Immobilie zu erfüllen.

Eidgenössische Banken vergeben Kredite aufgrund anderer Richtlinien. Daher besteht die Möglichkeit, im dortigen Alpenland eine Baufinanzierung zu beantragen. In diesem Zusammenhang sollte unbedingt auf die Seriosität der Anbieter geachtet werden. Ein Antrag auf eine Baufinanzierung sollte nur bei einem renommierten Kreditinstitut gestellt werden. Internetforen helfen dabei, auf Erfahrungen anderer Kunden zurückzugreifen und diese bei der Entscheidung zu berücksichtigen. Auch Banken im benachbarten Ausland prüfen die Bonität sehr genau. Der Kreditvertrag ist allerdings ein Fremdwährungsdarlehen. Das heißt, es besteht immer ein gewisses Währungsrisiko. Fällt der Euro, erhält man auch weniger als die vereinbarte Summe ausgezahlt.

Auf dem Markt gibt es einige unseriöse Anbieter, die mit Lockangeboten werben und überteuerte Kredite anbieten. Es empfiehlt sich daher, das Kleingedruckte im Vertrag genau zu überprüfen. Eine Restschuld- oder Risikolebensversicherung sollte nur dann abgeschlossen werden, wenn die Finanzierungszusage des Instituts in schriftlicher Form vorliegt. Es ist schon vorgekommen, dass nach Abschluss der Versicherungen der Kredit abgelehnt wurde. In diesen Fällen ist es nicht mehr möglich, die Versicherungen zu kündigen.