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Möglichkeiten für die Finanzierung der Ausbildung

Da die Finanzierung einer Ausbildung mit dem Ausbildungsgehalt allein meist nicht möglich ist, gibt es verschiedene Optionen für Zuschüsse oder Bildungskredite mit besonders guten Konditionen.

Eine Ausbildung ist der Schritt in die Selbstständigkeit. Mit einer Ausbildung wird das erste Geld verdient, das leider meistens aber nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Möglichkeiten für Auszubildende, zusätzlich staatliche Hilfen zu bekommen. So soll sichergestellt werden, dass jedem Auszubildenden der Start in das Berufsleben erleichtert wird, denn eine gute Ausbildung ist der Grundstein für die berufliche Zukunft.

Grundsätzlich geht der Staat davon aus, dass der Auszubildende während der Ausbildungszeit bei den Eltern wohnt, da diese verpflichtet sind, weiter für ihr Kind aufzukommen. Ist jedoch der Ausbildungsplatz weiter weg oder es gibt andere Gründe, aus denen der Auszubildende eine eigene Wohnung benötigt, so kann Wohngeld beantragt werden. Es wird dann gezahlt, wenn die Miete nachweislich nicht allein von dem Ausbildungsgehalt bezahlt werden kann. Um dies nachzuweisen müssen der Ausbildungs- und der Mietvertrag bei dem zuständigen Amt eingereicht werden. Die Höhe der Beihilfe setzt sich dann aus mehreren Faktoren zusammen. Es gibt in jedem Bundesland verschiedene Pauschalen. Diese Pauschalen dienen als Grundlage für die Berechnung. Ausbildungsgehalt und anderes Einkommen werden angerechnet. Nach Abzug aller Einkünfte steht die Wohngeldhöhe fest. Es wird monatlich gezahlt und jedes Jahr neu berechnet. Änderungen müssen zeitnah mitgeteilt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Beantragung eines Zuschusses aufgrund von einer zu weit entfernten Ausbildungsstelle. Wird dieser Zuschuss gewährt, kann nicht zeitgleich Wohngeld bezogen werden. Hier sollte der Auszubildende deshalb abwägen, welcher Zuschuss ihm mehr hilft.

Besteht kein Anspruch auf einen der staatlichen Zuschüsse, so gibt es noch die Möglichkeit, einen speziellen Bildungskredit zu erhalten. Normalerweise werden Antragstellern nur dann Kredite gewährt, wenn sie eine feste Arbeitsstelle mit einem entsprechend hohen Einkommen vorweisen können. Anders ist es bei den Bildungskrediten. Sie werden ausschließlich für Auszubildende und Studenten angeboten und zeichnen sich durch geringe Zinsen aus. Das Besondere an diesen Krediten ist, dass der Betrag nicht auf einmal ausgezahlt wird. Bei Vertragsabschluss legen das Kreditinstitut und der Auszubildende einen Betrag fest, der monatlich ausgezahlt wird. Die Höhe ist hierbei variabel und reicht von wenigen hundert Euro bis in den vierstelligen Bereich hinein. Wie lange der Auszubildende die monatlichen Auszahlungen benötigt, kann er selbst entscheiden, muss dies jedoch auch bei Vertragsabschluss angeben. So setzt sich dann die Gesamtkreditsumme zusammen. Während der Auszahlungszeit muss der Auszubildende noch nichts zurückzahlen. Erst, wenn er seine Ausbildung beendet hat, tritt die Bank an ihn heran, um eine monatliche Rückzahlungsrate zu vereinbaren. Viele Kreditinstitute lassen den Auszubildenden dann noch einige Monate Zeit, um eine feste Anstellung finden zu können. Zudem ist die Rückzahlung der Kreditsumme in besonders kleinen Raten möglich, damit der Start ins Berufsleben nicht mit hohen Rückzahlungen beginnt. Die Raten können jederzeit angepasst werden.

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