Wenn Sie Ihre Finanzierung berechnen, müssen Sie darauf unbedingt achten

Viele Verbraucher benötigen ein Darlehen, um eine Immobilie zu erwerben. Dieses Darlehen muss genau durchdacht werden, damit nicht unnötige Kosten entstehen. Dabei sind einige Tipps zu beachten.

Für den Erwerb oder den Bau einer Immobilie benötigen viele Verbraucher eine Finanzierung. Diese sollte gut geplant sein, damit alle anfallenden Kosten berücksichtigt werden können. Dies betrifft sowohl das benötigte Kapital als auch die Kosten für ein Darlehen. Beide Positionen kann man sehr leicht unterschätzen. Bei dem benötigten Kapital muss man erst einmal eine Aufstellung aller Bau- bzw. Kaufbeträge machen. Dazu zählen neben dem eigentlichen Kaufpreis auch eventuelle Notar- oder Grundbuchgebühren. Bei einem Bauvorhaben müssen auch Erschließungskosten berücksichtigt werden. Diese können bis zu 25.000 Euro betragen. Die tatsächlichen Kosten sind von der Gegend und der Größe des Grundstücks abhängig. Oft sind sie jedoch bereits im Kaufpreis des Baulandes enthalten. Eine genaue Recherche hilft bei einer angemessenen Finanzierung, sodass später keine Unter- oder Überfinanzierung stattfindet. Durch eine Überfinanzierung kommt es zu unnötig hohen Zinssätzen, die wiederum die Kosten für das Darlehen erhöhen. Wenn das Projekt jedoch unterfinanziert wird, dann kann es zum Baustopp führen und das nötige Restkapital muss teuer nachfinanziert werden.

Auf der anderen Seite stehen die Kosten für das Darlehen. Diese können durch den Einsatz von Eigenkapital gemindert werden. Jedoch ist es manchmal besser, wenn man eine Vollfinanzierung vornimmt und das bestehende Eigenkapital erst einmal zurückhält. Dazu kann man sich die unterschiedlichen Varianten durchrechnen lassen, um die bessere zu finden. Geht man von einem Kaufpreis von 150.000 Euro und einem Eigenkapital in Höhe von 20.000 Euro aus, kann man unterschiedliche Ergebnisse bekommen. Wird das Eigenkapital eingesetzt, benötigt der Verbraucher ein Darlehen in Höhe von 130.000 Euro. 2011 bietet die Service Hypo einen Sollzins von 4,11 % und einen Effektivzins von 4,19 % an. Der Sollzins wird für 10 Jahre festgeschrieben und die Tilgungsrate beträgt 2 %. Dann muss man einen monatlichen Betrag von 661,92 Euro bezahlen. Nach der Festzinsfrist bleibt eine Restschuld von 98.197 Euro. Bei einem Sollzinssatz von 4,18 % (Stand: April 2011) kommt man auf eine Rate von 669,50 Euro und eine Restschuld von 97.791,24 Euro.

Das Darlehen ohne Einsatz des Eigenkapitals zur selben Zeit ergibt mit den gleichen Kriterien einen Sollzins von 4,36 %, eine monatliche Rate von 795 Euro und eine Restschuld von 112.816 Euro bei der Service Hypo. Ein anderer Anbieter rechnet mit 4,38 % und fordert eine Rate von 797,50 Euro monatlich. Die Restschuld beläuft sich hier auf 112.440,43 Euro. Setzt man nun das Eigenkapital zur Sondertilgung ein, dann verändert sich der Betrag der Restschuld auf 82.797,77 Euro. So kann man die Umfinanzierung geringer halten und so auch Kosten des neuen Darlehens mindern. Um die richtige Variante zu finden, sollte man sich gründlich beraten lassen. Es gibt einige unabhängige Fachleute, die gern die einzelnen Varianten berechnen. In den Kosten für das Darlehen gehören zu den Zinsen auch noch die Bearbeitungsgebühr von 2 % (2011) und eine Restschuldversicherung. Viele Anbieter von Baukrediten verzichten auf die Bearbeitungsgebühr und verlangen statt der Restschuldversicherung eine andere Sicherheit. Dies können Versicherungsverträge oder andere Investitionen sein. Auch verringern sich die Kosten, wenn man die Tilgungsrate erhöht. Dadurch steigt jedoch die monatliche Rate.