Wofür man beim Bausparvertrag das Darlehen nutzen darf

Nach Ablauf der Ansparphase kann ein Bausparvertrag um das vereinbarte Darlehen aufgestockt und für sogenannte „wohnungswirtschaftliche Maßnahmen“ (Bau oder Kauf von Häusern und Wohnungen) genutzt werden.

Paragraf eins des Bausparkassengesetzes (BspKG) von 1972 behandelt das Thema Bauspar-Darlehen. Mögliche Verwendungszwecke und Einsatzbereiche werden genau definiert und unter dem Oberbegriff „wohnungswirtschaftliche Maßnahmen“ zusammengefasst. So findet sich in Absatz drei (Paragraf eins) des BspKG eine Auflistung der akzeptierten Anwendungszwecke. Hierzu gehören sowohl der Bau als auch der Kauf von Häusern oder Wohnungen, die überwiegend Wohnungszwecken dienen sollen.

Daneben kann das Geld für Renovierungsarbeiten am gemieteten oder gekauften Wohnungs- oder Hauseigentum eingesetzt werden. Ebenso darf das anfallende Geld aus einem Bauspardarlehen für den Erwerb von Bauland genutzt werden, wenn darauf Wohnraum errichtet werden soll. Auch die sogenannten „Maßnahmen zur Erschließung und zur Förderung von Wohngebieten“ sind ein adäquater Verwendungszweck für Bauspargeld.

So kann das Darlehen zum Verbesserungsbedarf verschiedener Arten im Wohnraumbereich ebenso genutzt werden wie zum Erwerb von Land, Gebäuden oder Räumen ausschließlich zu Wohnzwecken. Daneben darf das Darlehen zur Ablösung bereits aufgenommener Kredite genutzt werden, wenn diese in Verbindung mit einem Haus-/Wohnungskauf oder dem Bau von Wohnungseigentum entstanden sind (zum Beispiel Hypotheken auf den eigenen Wohnraum). Auch auf Bauland lastende Kredite oder andere Schulden können mit einem Bauspardarlehen getilgt werden.