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mit Forward-Darlehen die Finanzierung absichern

Einige Direktbanken bieten so genannte Forward-Darlehen an. Diese Darlehen sind für Kreditnehmer von Immobiliendarlehen äußerst interessant.

Erst seit wenigen Jahren gibt es im Bereich der Immobilienfinanzierung ein gänzlich neues Produkt welches als Forward-Darlehen bezeichnet wird. Weil es sich hierbei um ein Finanzierungsprodukt handelt, das für zahlreiche Immobilienbesitzer sehr interessant ist, soll es in diesem Onlineartikel genauer vorgestellt werden.

Ein Forward-Darlehen ist für Immobilienbesitzer interessant, die ein Immobiliendarlehen aufgenommen haben, welches zum Ablauf der Zinsbindung noch nicht vollständig zurückgezahlt ist. Nach dem Ablauf der Zinsbindung ist es so, dass man das Darlehen weiterhin finanzieren muss, sollte man nicht über das nötige Eigenkapital verfügen um es ablösen zu können. Wird die Finanzierung bei der bisherigen Bank fortgeführt so spricht man von einer Prolongation. Das Risiko einer Prolongation besteht zum einen darin, dass einem die Bank den Zinssatz diktiert und dieser über dem marktüblichen Zins liegt und zum anderen ist es so, dass der Marktzins zum Prolongationszeitpunkt deutlich über dem früheren Darlehenszins liegen kann. Vor allem in Zeiten steigender Zinsen ist eine Anschlussfinanzierung für die meisten Darlehensnehmer keine schöne Sache – denn sie müssen damit rechnen, dass die Zinsbelastung in Zukunft höher ausfallen wird.

Mit einem Forward-Darlehen kann man sich gegen einen hohen Zinssatz zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung absichern. Mit dem Darlehen kann man den aktuellen Marktzins sichern, welcher zum späteren Zeitpunkt gilt. Das Darlehen wird dann von der bisherigen Bank abgelöst und bei der Bank die das Forward-Darlehen anbietet fortgeführt. Allerdings ist so, dass man Forward-Darlehen nur bis zu dreieinhalb Jahre vor Zinsbindungsablauf beantragen kann. Sollte die Umschuldung erst in fünf Jahren anstehen, so muss man wohl oder übel noch eineinhalb Jahre warten, bis man ein Forward-Darlehen beantragen kann.

Derzeit ist es noch so, dass nur sehr wenige Banken Forward-Darlehen anbieten. Bei diesen Banken handelt es sich überwiegend um Direktbanken. Damit man die Bank mit dem besten Darlehenszins findet sollte man am besten einen Finanzierungsvermittler beauftragen, denn diese können innerhalb kürzester Zeit bei verschiedenen Banken Angebote einholen. Wenn man ein entsprechendes Darlehen abschließt sollte man sich bewusst sein, dass man an den Darlehensvertrag gebunden ist – sollte der Marktzins beispielsweise unter dem Forwardzins liegen, so muss ist man trotzdem an den ursprünglichen Zins gebunden.