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Ratenkauf ohne Schufa: Ist das wirklich möglich?

Wer einen negativen Schufa-Eintrag hat, bekommt keinen Kredit und kann auch nichts auf Raten kaufen. Das galt zumindest bisher. Mittlerweile bieten einige Unternehmen aber auch eine Ratenzahlung für Schuldner an.

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Foto: © Ernst Rose / http://www.pixelio.de

Mit einem negativen Schufa-Eintrag werden einem viele Dinge des wirtschaftlichen und finanziellen Lebens verwehrt. Vom Kredit über den Handyvertrag bis zur Zahlung auf Raten; holt sich das Unternehmen eine Auskunft von der Schufa ein, wird der Antrag in den meisten Fällen sofort abgelehnt.

Mittlerweile bieten aber einige Unternehmen auch Ratenzahlungen für Schuldner an und verzichten damit auf die Auskunft bei der Schufa. Was im ersten Moment viel versprechend klingt, muss es allerdings auf den zweiten Blick nicht unbedingt bleiben. Zieht man in Betracht, ein solches Angebot zu nutzen, sollte man sich vorab ausführlich informieren, beispielsweise darüber, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Ist dieser im Ausland, kann es im Streitfall zu sehr hohen Kosten für den Käufer kommen. Ist in den allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt, dass die Ware bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Verkäufers bleibt, kann es passieren, dass diese bei Zahlungsproblemen zurückgefordert wird, man aber dennoch die restlichen Raten abbezahlen muss.

Zu guter Letzt sollte man auch die anfallenden Zinsen nicht außer Acht lassen. Ohne die Bonität des Käufers zu überprüfen, fallen diese meist wesentlich höher aus als normal. Nicht selten zahlt der Käufer im Endeffekt bis zu 50 % mehr als bei einem Kauf mit Einmalzahlung. Inwiefern sich ein solcher Ratenkauf tatsächlich lohnt, hängt von den Bedingungen des Verkäufers und der Zahlungsfähigkeit des Käufers ab.