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Die Wohngeld Erhöhung: Ist sie eine Mogelpackung?

Wer heute zu den sogenannten Geringverdienern zählt, weiß, wie schwierig es ist, den Lebensunterhalt mit einem geringen Einkommen zu finanzieren. Eine Wohngeld Erhöhung könnte da zur Entlastung beitragen.

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Erwerbslosen immer mehr zugenommen. Auch der sogenannte Geringverdiener ist immer häufiger anzutreffen. Damit diese Menschen aber dennoch ein Dach über dem Kopf haben, gibt es das Wohngeld. Es ist für all die Menschen gedacht, die nur ein geringes Einkommen für die Bestreitung der Lebenshaltungskosten zur Verfügung haben. Trotz der Immobilienkrise und der daraus resultierenden Weltwirtschaftskrise konnte man nicht nur bei den Vermietungen einen entsprechenden Anstieg der Kostenseite verzeichnen. Auch steigende Preise für Lebensmittel und ähnlichem tragen zu einer weiteren Anspannung der Situation bei. So scheint dann eine Wohngeld Erhöhung, die erste seit dem Jahr 2001, ein wenig Entspannung zu bringen.

Im Gegensatz zur früheren Berechnung der Wohnkosten und des damit verbundenen Wohngeldes wird nun nicht mehr nur die Kaltmiete berücksichtigt. Auch die Heizkosten fließen mit in die Berechnungen ein und schlagen mit 50 Cent pro Quadratmeter zu Buche. Und obwohl die Bundesregierung die Erhöhung des Wohngeldes schon lange beschlossen hat und diese auch längst schon in Kraft getreten ist, kann sich längst nicht jeder Wohngeldempfänger über eine Erhöhung freuen. Ob und in welchem Maße eine Erhöhung in Betracht gezogen werden kann, hängt unter anderem von dem jeweiligen Bundesland beziehungsweise der Region ab, in der der Wohngeldempfänger angemeldet ist. In einigen Bundesländern kam es zu einer deutlichen Anhebung der Mietstufen. Die stärkste Anhebung fand seinerzeit in Bayern und Baden Württemberg statt.

Für zahlreiche einkommensschwache Familien bedeutet das Wohngeld einen wichtigen monatlichen Beitrag, der das Überleben und die Existenz sichert. So ist die Enttäuschung, die auf diese vermeintliche Erhöhung bei vielen folgte, verständlich. Auf der anderen Seite bedeutet die Wohngeld Erhöhung zugleich eine deutliche Mehrbelastung eines bereits hoch verschuldeten Staatshaushaltes, da die Kosten, die hälftig von Bund und Ländern getragen werden, mehrere hundert Millionen Euro betragen.