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MasterCard - Der Siegeszug des Plastikgelds

Die Idee einer Karte, die das weltweite bargeldlose Zahlen ermöglicht, tat sich erstmals Ende des 19. Jahrhunderts auf. Dennoch dauerte es bis 1966, bis die MasterCard und weitere Kreditkarten den Markt eroberten.

Das Konzept der Kreditkarte wurde erstmals im Jahr 1887 durch Edward Bellamy in seinem Utopie-Roman Looking Backward aufgegriffen. Ganze elf Mal nannte der Auto den Ausdruck in seinem Werk und wagte damit offenbar einen kurzen Blick rund 30 Jahre in die Zukunft. Erstmals bargeldlos bezahlen konnten US-Bürger nämlich erst in den 1920er Jahren. Damals begannen zahlreiche Tankstellen der wachsenden Zahl an Autofahrern ein jeweils eigenes Kreditsystem anzubieten. Bis 1950 entwickelten sich so zahlreiche unterschiedliche Prepaid-Zahlungssysteme. Erst 1950 bemühten sich Ralph Schneider und Frank X. McNamara, Gründer des Diners Club, um eine einheitliche Lösung. Die beiden brachten eine Geldkarte auf den Markt, mit der Rechnungen in mehreren Läden bezahlt werden konnten. Es folgten die Carte Blanche und im Jahr 1958 die American Express. Letztere etablierte erstmals ein weltweit gültiges Kreditkarten-Netzwerk. Die erste wirkliche Kreditkarte brachte aber die Bank of America ebenfalls 1958 mit der BankAmericard auf den Markt. 1966 folgte in direkter Konkurrenz der Vorläufer der heutigen MasterCard, die Master Charge. Weiteren Aufwind erhielt die Master Charge noch einmal im Jahr 1969, als sie mit der 1967 etablierten Everything Card der Citibank fusionierte.

Waren Kreditkarten wie die MasterCard zunächst ein regional auf die USA begrenztes Phänomen, erreichte es 1966 mit der Barclaycard in Großbritannien auch erstmals außerhalb der Vereinigten Staaten Akzeptanz. In Frankreich hat sich etwa mittlerweile die Carte bleue etabliert. In anderen europäischen Staaten hat sich die Eurocard durchgesetzt. Letztere wurde allerdings nach Jahren der strategischen Allianz im Jahr 2003 zu Gunsten der MasterCard aufgegeben.

Heute gilt MasterCard mit seinen rund 4.000 Mitarbeitern als eine der größten Kreditkartenorganisationen weltweit. Kunden des Unternehmens können mit ihren Kreditkarten ihre Rechnungen bargeldlos bei mehr als 28 Millionen Akzeptanzstellen in rund 210 Ländern begleichen. Im Jahr 2008 belegte MasterCard hinter dem Konkurrenten American Express den zweiten Platz in der Liste der wertvollsten Kreditkarten-Marken der Welt. Gemeinsam mit einem weiteren Konkurrenten, der VISA International Service Association, ist MasterCard einer der Gründer der EMV-Spezifikation für Kreditkarten mit Chip.

MasterCard Kreditkarten gibt es zum Teil kostenlos beim Abschluss eines Girokonto-Vertrags bei diversen Banken.

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