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Modernes Plastikgeld: Bezahlen mit der Cash Card

Als Cash Card bezeichnet man ein Bezahlsystem, bei dem, ähnlich wie bei Prepaid Mobiltelefonkarten, zuerst ein Guthaben aufgeladen werden muss. Man spart sich so das mühselige Scheine- und Münzenkramen beim Bezahlen.

Die Cash Card wurde erstmals 1996 vorgestellt. Es waren findige Finanzexperten aus Singapur, die das Potential dieser Art von Bezahlung erkannten. Sie hat sich weltweit sehr schnell durchgesetzt, denn sie bietet gleich einige Vorteile. Man muss kein Bargeld mehr mit sich herum tragen. Das Risiko eines Raubes sinkt als deutlich. Auch gegenüber der EC Karte oder der klassischen Kreditkarte kann die Cash Card punkten. Bei EC Karte und Kreditkarte kann von einem Räuber das komplette Guthaben auf einem Konto abgeräumt werden. Ist dort ein Kreditrahmen vorhanden, kann auch dieser von einem Dieb oder Finder komplett ausgelastet werden.

Dieses Risiko besteht bei der Cash Card nicht, denn es kann immer nur ein Guthaben verbraucht werden, das zuvor auf die Karte aufgeladen worden ist. Das Verlustrisiko ist also begrenzt, sowohl wenn man die Karte verlieren sollte als auch bei einem Diebstahl. Darüber hinaus bietet die Cash Card das große Plus, dass man immer den Überblick über seine Umsätze behält. Ist das Guthaben aufgebraucht, ist Schluss mit Bezahlen, wenn man nicht vorher neu auflädt. Bei der Kreditkarte wird die Abrechnung meistens zeitlich verzögert vorgenommen und teilweise sogar über einen ganzen Monat gesammelt. Dadurch besteht das Problem, dass man schnell sein Konto überziehen und in die Miesen rutschen kann.

Legt man sich eine Cash Card zu, besitzt sie in der Regel bereits einen Wert, den man beim Kauf bezahlen muss. Üblicherweise sind das fünf oder 20 Euro. Auch für die Aufladung gibt es vorgegebene Werte. Sie können zehn, zwanzig oder fünfzig Euro betragen. Sogar die stolze Summe von 500 Euro kann man sich auf die Cash Card aufladen. Wenn die Laufzeit einer Cash Card, die üblicherweise fünf Jahre beträgt, abgelaufen ist, hat man zwei weitere Jahre Zeit sie zurück geben zu können und sich den verbleibenden Restwert erstatten zu lassen.

Als Gebühren werden bei der Cash Card beim Kauf einmalige Gebühren von zwei Euro erhoben. Dafür bekommt man reichlich Leistung, denn man kann die Cash Card an den unterschiedlichsten Stellen zum Bezahlen einsetzen. Das kann der Kassenautomat eines Parkplatzes aber auch die Abrechnung eines Kaufs in einem Onlineshop sein. Alle Umsätze bleiben auf der Karte gespeichert und können am Automaten abgerufen werden. Die Cash Card entspricht vom technischen Aufbau her den Smartcards und wird nach den IEC Standard 7816 hergestellt. Funktionell gleicht sie der Guthaben Kreditkarte.

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