Inkasso ist inzwischen ein geläufiger Begriff geworden

Grundsätzlich ist mit dem Begriff Inkasso ein Bereich der Betriebswirtschaftslehre bezeichnet, der zur Finanzierung gehört. Allerdings ist dieser Begriff heute stark mit entsprechenden Unternehmen verknüpft.

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Wird vom Inkasso gesprochen, dann handelt es sich dabei grundsätzlich erst einmal um den Teilbereich der Finanzierung innerhalb der Betriebswirtschaftslehre. Hier ist es der Einzug von offenen Forderungen, der als Inkasso bezeichnet wird. Allerdings ist der Begriff Inkasso heute stark verknüpft mit den entsprechenden Unternehmen, die in geschäftsmäßiger und kommerzieller Weise den Einzug von Forderungen für Auftraggeber durchführen. Dieses Inkasso ist gesetzlich stark kontrolliert und in der Durchführung auch erlaubnispflichtig. Wer sich genau über die Regularien des Inkassos in gesetzlicher Hinsicht informieren möchte, kann dies im §§ 3 Absatz 2, 10Absatz 1 Nr. 1 des sogenannten Rechtsdienstleistungsgesetzes tun und hier erfahren, ob ein Unternehmen nach den gesetzlichen Vorgaben tätig ist. Die Unternehmen, die das Inkasso professionell betrieben, werden in unterschiedliche Formen aufgeteilt. Hier sind es einmal die Unternehmen, die ein Inkasso im Auftrag betreiben und hier im Namen des Auftraggebers agieren oder auch die Unternehmen, die Einziehungsermächtigungen im Namen des Auftraggebers durchführen, hier aber im eigenen Namen zu agieren. Auch die sogenannte Inkassozession, bei der Auftraggeber ihre Forderungen im Sinne der Einziehung abtreten, ist geläufig und häufig verbreitet. Die Vollabtretung der Forderungen ist eine weitere Variante und hier werden Forderungen angekauft und ohne entsprechende Zweckbindung an das Unternehmen abgetreten, das dieses Inkasso professionell betreibt.

In welcher Form die Zusammenarbeit zwischen Inkasso und Auftraggeber durchgeführt wird, bleibt den individuellen Vereinbarungen überlassen. Für Schuldner ist hierbei nachteilig, dass Vergütungsordnungen, wie sie beispielsweise bei Rechtsanwälten, die Forderungen eintreiben, üblich sind, nicht vorhanden sind. Die Vergütungen werden im Regelfall von den Inkassounternehmen aber an die anwaltlichen Vergütungssysteme angepasst. Dies muss aber nicht zwingend der Fall sein und so kann ein Schuldner innerhalb kurzer Zeit durch die Einbeziehung des Inkassounternehmens einen enormen Schuldenberg aufbauen. Auch mit den Inkassounternehmen ist aber eine Vergleichsvereinbarung möglich. Bei der Höhe der Forderungen sind die Grenzen erst dann erreicht, wenn sie rechtlich als sittenwidrig oder wucherisch bezeichnet werden können, was wiederum individueller Entscheidungen bedarf und wobei die anwaltlichen Vergütungsrichtlinien als Basis eine Rolle spielen.

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