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Schulden-Abbau erfordert eine Menge Disziplin

Steckt man einmal in der Schuldenfalle, dann kann es ziemlich schwierig werden, dort wieder herauszukommen. Mit genügend Disziplin und einem guten Plan kann es aber jeder schaffen.

In unserer Konsumgesellschaft sind immer mehr Dinge zur Selbstverständlichkeit geworden, die sich viele Menschen in der Summe allerdings gar nicht wirklich leisten können. Ob Computer, Notebook, Mobiltelefon, teure Klamotten oder Urlaubsreisen nach Übersee, die Verlockungen sind allgegenwärtig und äußerst vielfältig. Auch für ein teures neues Auto stürzen sich die Menschen schon mal in gewaltige Unkosten, und sei es nur aus dem Grund, dass die Nachbarn neidisch in den Hof herüberschielen. Nicht selten wird in einem solchen Fall ein Kredit aufgenommen, da man die benötigte Summe mithilfe von Erspartem und laufenden Einnahmen gar nicht bewältigen kann. Solange man Arbeit hat, geht diese Praxis in den meisten Fällen auch noch gut. Doch wehe, wenn man unvermittelt den sicher geglaubten Arbeitsplatz verliert und in den Arbeitslosengeldbezug abrutscht. Schon ein solches Ereignis kann für die Betroffenen einschneidende Konsequenzen haben, insbesondere wenn die Finanzplanung jeden Monat ohnehin schon sehr schwierig war und alles knapp kalkuliert wurde. Im Nu steckt man in der Schuldenfalle.

Wenn erste Rechnungen oder Raten irgendwann nicht mehr bezahlt werden können und die Kosten dauerhaft die Einnahmen übersteigen, sollten die Alarmglocken läuten. Spätestens dann ist es höchste Zeit, die verhängnisvolle Entwicklung radikal zu stoppen, ehe es richtig unangenehm wird. Wichtig ist es in einer solchen Situation erst einmal, einen kühlen Kopf zu bewahren. Dann sollte man sich schnellstmöglich einen umfassenden Überblick über die eigenen Finanzen erstellen. Wenn man sich dazu selbst nicht in der Lage fühlt, ist es keine Schande, dafür einen Schuldnerberater aufzusuchen. In einer derartigen Beratungsstelle kann man auch generell gute Tipps bekommen, wie man sich verhalten sollte, wenn man einen Berg Schulden angehäuft hat. Auch wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, sollte man auf jeden Fall als erstes Miete und Strom bezahlen, denn dies sind elementare Dinge. Wird einem erst einmal die Wohnung gekündigt oder hat man keine Elektrizität mehr, dann sieht es richtig übel aus. Sind diese Kosten abgedeckt, dann kann man mit den anderen Schuldnern in Verhandlungen treten. Oftmals werden Ratenzahlungen auch mit geringen monatlichen Raten akzeptiert, da sie immerhin schon mal den guten Willen des Schuldners zeigen.

Wenn man in der Schuldenfalle steckt, macht es in jedem Fall Sinn, ein Haushaltsbuch zu führen. Auch wenn dies zunächst sehr aufwändig erscheint, kann es doch mehr als hilfreich sein, sich sämtliche Einnahmen und Ausgaben einmal konkret und ordentlich aufgelistet vor Augen zu führen. So kann man sehr leicht erkennen, wo Einsparungspotenziale liegen und auf welche Ausgaben keinesfalls verzichtet werden kann. Der Weg des Schuldenabbaus ist, je nach Schuldenhöhe, ein langer und steiniger Weg, der viel Disziplin und Durchhaltevermögen erfordert. Um das Ziel zu erreichen, muss man eine Zeitlang auf einige Annehmlichkeiten verzichten, an die man sich vorher gewöhnt hatte. Sparen ist angesagt, wobei man auch prüfen sollte, ob zum Beispiel durch einen Nebenjob noch Mehreinnahmen möglich sind.

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