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Schulden abbauen kann durchaus auch Freude bereiten

Wer bereit ist, seine Schulden kontinuierlich zu tilgen, wird nach und nach einen Frieden erhalten, der Selbstbewusstsein vermittelt. Sieht man das Ende der Zahlungen nahen, darf eine berechtigte Freude aufkommen.

schulden abbauen
Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

Schulden sind ein weitverbreitetes Übel, das immer mehr Menschen erfasst. Die Not derer, die damit belastet sind, wird größer und größer, weil in zunehmendem Maße die entsprechenden Rückzahlungen nicht mehr geleistet werden können. Auf dieser Grundlage fordern Gläubiger ihre Außenstände verständlicherweise auf intensivere Art ein. Dies kann aber leider auch dazu führen, dass genervte Schuldner, die zwar gerne zahlen würden, dies jedoch nicht mehr können, blockieren und eine Zahlungsunwilligkeit an den Tag legen, die ihnen nur schaden kann. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass man Bereitschaft zur Zahlung signalisiert, denn das bietet eine gute Grundlage für weitere Verhandlungen.

Natürlich ist es für beide Seiten schlimm, wenn der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Er ist durch seine schwierige, finanzielle Situation sehr stark belastet und der Gläubiger bangt um den Verlust seines Geldes, das ihm natürlich zusteht. Schlimm ist es, wenn man kein Verständnis füreinander aufbringt und darum keine Kompromisse eingehen will. Gläubiger haben in den Fällen oft kein Verständnis für Schuldner, die ja nun größtenteils wirklich keine Handlungsfreiheit mehr haben. Umgekehrt sehen sich Schuldner oft nur in die Enge getrieben und wissen nicht, woher sie das erforderliche Geld nehmen sollen, um zahlen zu können. Ein intensiver Austausch mit gemeinsamen Überlegungen, wie es weiter gehen soll, ist in den Fällen sehr zu empfehlen. Aber auch die Bereitschaft von beiden Seiten, alles, was machbar ist, in die Tat umzusetzen. Das schließt meist auch die Tatsache aus, dass der Schuldner zu den Möglichkeiten der eidesstattlichen Versicherung oder der Privatinsolvenz greifen muss, was den Gläubiger schädigen kann. Der Schuldner schädigt sich im eigentlichen Sinne damit jedoch selbst.

Wer, ob als Gläubiger oder Schuldner, diesen Schwierigkeiten aus dem Weg gehen will, sollte zu Kompromissen bereits sein und nicht stur auf seinem Recht bzw. seiner Not beharren. Mit beidseitigem Einverständnis können solche Schwierigkeiten beseitigt werden. Allerdings muss jede Partei gewisse, manchmal auch entscheidende und womöglich einengende Abstriche machen. Dazu muss jedoch auch ein beiderseitiges Wollen vorhanden sein. Sind diese Voraussetzungen geklärt und ist der bzw. sind die Gläubiger mit einer wesentlich geringeren monatlichen Rückzahlung einverstanden (wobei auch eine Zinsanhäufung ausgesetzt werden sollte), kann der Schuldner eine oft lang andauernde, aber faire Rückzahlung beginnen.

Um diese Rückzahlungen schneller in den Griff zu bekommen, sollte man den monatlich verfügbaren Betrag auf die Gläubiger verteilen. Vielleicht besteht die Möglichkeit, die Einteilung so vorzunehmen, dass von dem verfügbaren Betrag ein kleiner Überschuss bleibt. Diesen Mehrbetrag sollte man immer zusätzlich an den Gläubiger zahlen, bei dem die kleinste Rechnung offen steht. Auf diese Weise wird der geschuldete Betrag schneller getilgt und für die nächste, kleinste Rechnung erhöht sich die monatliche Rückzahlung erheblich. Mit diesem Verfahren wird der Schuldenberg schneller klein und die Gläubiger, die zu dieser Zahlungsrückführung bereit waren, werden für ihr Entgegenkommen belohnt.

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