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Der Arbeitnehmer muss die gesamte Abfindung versteuern

Der Fiskus lässt sich kaum eine Möglichkeit entgehen, um bei den Bürgern Steuern abzufassen und jeder Arbeitnehmer muss auch seine Abfindung versteuern.

abfindung versteuern
Foto: © Rainer Sturm / http://www.pixelio.de

Es gibt nur wenige Dinge, an denen unser Staat nicht auch ein wenig mitverdient, indem er alle möglichen Geldeinnahmen der Bürger mit Steuern belegt. Und was bisher nicht mit einer Steuerzahlung belegt war, kommt sicher irgendwann noch nach. Nicht nur auf all die regelmäßig erzielten Einkünfte müssen Steuern entrichtet werden, sondern auch auf einmalige Geldeingänge, die auf die Privatkonten der Arbeitnehmer gehen. Dazu gehören nicht nur die monatlichen Gehaltszahlungen, sondern auch die Abfindung, die gezahlt wird, wenn ein Arbeitnehmer aus betriebsbedingten Gründen aus einem Unternehmen ausscheiden muss, in dem er viele Jahre beschäftigt war. Da kann unter Umständen eine ziemlich hohe Summe zusammen kommen, auf die der Fiskus zumindest teilweise auch einen Anspruch stellt. Wie alle Einnahmen fällt auch diese Zahlung unter das Einkommenssteuergesetz und so muss jeder Arbeitnehmer die Abfindung versteuern. Und wie in all diesen Angelegenheiten führt auch absolut kein Weg daran vorbei. Dabei begnügt sich der Staat nicht etwa nur mit einem Teil der Summe und erlässt einen Teil davon ohne Abzüge. Nein, er setzt die Steuern auf den gesamten Betrag an. Irrtümlicherweise sind viele Personen immer noch der Meinung, dass Freibeträge gewährt werden, aber die sind mit dem 01. Januar 2006 abgeschafft worden. Das Einzige, was sich im Zusammenhang mit der Versteuerung der Abfindung noch begünstigend auswirkt, sind eventuelle Freibeträge des Arbeitnehmers, die auch sonst bei der Berechnung seiner Lohnsteuer anfallen und auf seiner Lohnsteuerkarte verzeichnet sind. Steuerermäßigend wirkt sich sonst lediglich noch die so genannte Fünftelregelung aus, bei der der Vorgang steuerlich so behandelt wird, als würde der Arbeitnehmer die Abfindung auf fünf Jahre verteilt erhalten. Dann fallen die Steuern etwas niedriger aus, müssen aber trotz alledem bereits im ersten Jahr entrichtet werden. Der Arbeitgeber behält in der Regel die festgesetzte Steuer gleich ein und überweist diese direkt an das zuständige Finanzamt. Auch wenn das keinem Betroffenen wirklich behagt, muss er dennoch seine gesamte Abfindung versteuern.