Die Versteuerung von Dienstwagen ist eine Pflicht

Die Nutzung eines vom Arbeitgeber überlassenen Dienstwagens muss steuerpflichtig behandelt werden. Auf diese Weise kann der Arbeitgeber den Dienstwagen finanzieren und unterhalten.

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Mit einem Dienstwagen, der auch Betriebs- oder Firmenwagen genannt wird, kann der Arbeitnehmer die Wegstrecke zwischen seinem Wohnort und dem Arbeitsort zurücklegen. Je nach Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, von dem der Arbeitnehmer das Fahrzeug überlassen bekommen hat, können mit dem Dienstwagen aber auch privaten Fahrten unternommen werden.

Die Nutzung des Dienstfahrzeuges durch den Arbeitnehmer muss vom Arbeitgeber nach der in Deutschland geltenden Rechtslage versteuert werden. Bei dieser Versteuerung erfolgt eine einfache Berechnung, um letztlich den erhöhten lohnsteuerpflichtigen Bruttolohn zu erhalten. Über diese Versteuerung kann der Arbeitgeber den Anschaffungswert des Dienstfahrzeuges abgelten sowie die entstehenden Kosten für Kraftfahrzeugsteuer, Versicherungsgebühr, Wartung- und Instandsetzung, anfallende Zinsen und Abschreibung.

Die Berechnung des Versteuerungsanteiles erfolgt nach der 1-Prozent-Regel und dem Pauschalsatz von 0,03 Prozent. Bei einem Neuwagenpreis von 25.000 Euro wird zunächst der Wert in Höhe von 250 Euro festgelegt. Zusätzlich muss die Länge des Anfahrtsweges bekannt sein. Bei 30 Kilometer Wegstrecke ergibt sich durch Multiplikation mit 0,03 dann 0,9, was dann wiederrum mit den 250 Euro aus der 1-Prozent-Regel verrechnet werden muss. Hieraus resultiert ein Geldwert von 225 Euro. Aus der Addition von 250 Euro und 225 Euro errechnen sich 475 Euro, die als geldwerter Vorteil bezeichnet und dem Bruttolohn des Arbeitnehmers hinzuaddiert werden. Auf diese Weise ergibt sich der steuerpflichtige Bruttolohn bei Nutzung eines Dienstfahrzeuges.