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Geschäftliche Fahrten absetzen: Was ist zu beachten?

Sowohl Angestellte als auch Selbstständige können geschäftliche Reisekosten absetzen. Doch was ist bei der Abrechnung zu beachten, und welche Art der Reisekostenabrechnung ist die günstigste?

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Foto: © Rolf / http://www.pixelio.de

Angestellte, die beruflich mit dem Pkw reisen, müssen die entstehenden Kosten nicht aus eigener Tasche zahlen. Bekommt man für solche Zwecke einen Firmenwagen gestellt, so kann man mithilfe einer Reisekostenabrechnung die Kosten für Benzin oder fürs Parken absetzen. Wer als Angestellter mit dem privaten Pkw fährt, dem steht eine Kilometerpauschale von 30 Cent zu. In dieser Pauschale sind Abnutzung des Wagens und Benzinkosten enthalten, sodass nicht noch zusätzlich eine Tankquittung beim Arbeitgeber eingereicht werden kann. Wichtig ist es, alle Quittungen der Kosten, die entstehen, aufzubewahren und beim Arbeitgeber einzureichen.

Auch Selbstständige können geschäftliche Pkw-Fahrten absetzen. Entweder überführt man das Fahrzeug ins Betriebsvermögen, oder man hält es weiterhin als privaten Pkw und versteuert es nach der 1%-Regelung oder auf Grundlage eines Fahrtenbuches. Ein Auto kann als Firmenwagen angemeldet sein, wenn der betriebliche Nutzungsanteil zwischen 10 bis 50 Prozent liegt. Es muss aber als Firmenfahrzeug geführt werden, wenn der Anteil über 50 Prozent liegt. Durch Führung eines Fahrtenbuches wird der Nutzungsanteil für private und dienstliche Fahrten ermittelt, und die geschäftlich gefahrenen Kilometer können beim Finanzamt geltend gemacht werden. Besitzt man als Selbstständiger keinen Firmenwagen, kann man Fahrtkosten mit der 1%-Regelung absetzen. Hierbei findet eine pauschale Versteuerung des auch privat genutzten Pkws statt, bei der ein Prozent des Brutto-Listenpreises des Pkws (inkl. Extras und Mehrwertsteuer) pro Monat (also zwölf Prozent im Jahr) versteuert wird. Zusätzlich dazu werden 0,03% mal die Entfernung Wohnung/Arbeitsstätte mal den Listenpreis als geldwerter Vorteil berechnet. Alternativ zu dieser Art der Fahrtkostenabrechnung besteht die Möglichkeit zur Versteuerung auf Grundlage eines Fahrtenbuches. Statt einer Pauschale werden anhand des Fahrtenbuches individuell die Kosten für geschäftliche Fahrten berechnet. Häufig ist die Summe der Kosten geringer als die der 1%-Regelung, und man erhält folglich eine geringere Erstattung vom Finanzamt. Welche Art der Abrechnung man wählt, sollte also gut durchdacht sein.

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