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IFRS-Bilanzierung vergrößert die Informationspflichten

Unternehmen müssen heutzutage, wenn sie kapitalmarktorientiert sind, nach IFRS bilanzieren. Die neuen, weltweit gültigen Standards setzen auf eine hohe Aktualität der Informationen für alle Stakeholder.

Die Bilanzierung der Unternehmen ist eine der wichtigsten Aufgaben für das Management überhaupt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses ist nur durch die Arbeit des Rechnungswesens möglich und dieses bietet der Unternehmensführung die Möglichkeit, einen korrekten Jahresabschluss aufzustellen, der in jeder Wirtschaftsperiode zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt werden muss. Meistens geschieht dieses zu Beginn eines Jahres für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die Bilanzierung ist immer eine Aufgabe des Top-Managements.

Die Bilanzierung wurde in Deutschland lange Zeit nur nach dem Handelsgesetz vorgenommen und diente vor allem dem Gläubigerschutz und für die Berechnung der Bemessungsgrundlage für die Steuer. Die Informationspflichten der Unternehmen sind aber vielfältiger geworden und müssen in moderneren Bilanzierungsverfahren befriedigt werden. Dazu gehört auch, dass Aktienunternehmen natürlich umfangreicheren Publikationspflichten nachkommen müssen. Aus diesen Veränderungen und neuen Anforderungen heraus ist die Bilanzierung nach IFRS entstanden.

Die IFRS sind allgemeingültige Bilanzierungsstandards, an die eine Reihe von Unternehmen sich zu halten haben. Die IFRS sind weltweit gültig und richten sich an kapitalmarktorientierte Unternehmen. Die neue Bilanzierung muss aber nicht exklusiv, sondern ergänzend zu den nationalen Vorschriften vorgenommen werden. So ist es für Aktiengesellschaften in Deutschland etwa so, dass man sowohl nach Handelsgesetz als auch nach IFRS zu bilanzieren hat. Diese Tatsache hat sicherlich leider auch eine gewisse Mehrbelastung in den Rechnungswesen der Unternehmen geführt.

Mit den IFRS möchte man den Informationspflichten für alle Stakeholder des Unternehmens nachkommen. Unter den Stakeholdern eines Unternehmens werden nicht nur die Eigentümer bzw. Aktionäre verstanden, sondern auch die Mitarbeiter, die Lieferanten, Analysten und eine interessierte Öffentlichkeit. Sie alle haben unterschiedliche Bedürfnisse, was den Informationsfluss aus dem Unternehmen anbelangt und diesen Bedürfnissen möchte man mit einer Vielzahl von Regelungen gerecht werden.

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