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Lohnsteuerjahresausgleich: Software gibt es kostenlos

Eine Software, die den Steuerpflichtigen beim Ausfüllen der Steuererklärung unterstützt, muss preiswert, einfach zu bedienen und zuverlässig sein. In vielen Fällen reichen kostenlose Programme vollkommen aus.

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Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

In jedem Jahr schieben viele steuerpflichtige Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre das Ausfüllen ihrer Steuererklärung wochenlang vor sich her. Eines Tages, vor allem, wenn das Finanzamt die Abgabe schon angemahnt hat, setzen sie sich hin und füllen die Bögen handschriftlich aus. Vielleicht übersehen sie dabei so manche Rubrik, die ihnen beim richtigen Beschriften eine Steuerersparnis erbracht hätte. In diesen Fällen benötigen sie Rat, den sie sich gegen ein Honorar beim Lohnsteuerhilfeverein oder einem Lohnsteuerberater erbitten können. Wer diesen Weg nicht gehen mag und lieber weiterhin selbst den Lohnsteuerjahresausgleich erstellen möchte, ist mit einer Software gut beraten, falls er einen Computer zur Verfügung hat.

Die Finanzämter selbst bieten ein kostenloses Programm an, mit dessen Hilfe die einzelnen Bögen der Steuererklärung am PC ausgefüllt werden. Dieses muss man von den Internetseiten der Ämter herunterladen. Wer das zum ersten Mal macht, kann sich in einer Videoanleitung genau ansehen, wie mit dieser Software umzugehen ist. Kurze Erläuterungen geben Hilfen zum Ausfüllen der Formulare und testen die Angaben auf Plausibilität. Nach dem Ausdrucken werden die Daten über eine Schnittstelle direkt an das Finanzamt übertragen. Neben dieser Software werden im Internet einige weitere kostenlose Programme angeboten. Diese findet man unter dem Begriff Freeware. Auf dem Markt der Software für Steuerprogramme gibt es auch kommerzielle Anbieter. Sie beschreiben ihre Produkte ausführlich und bieten zum Teil auch Testversionen an.

Moderne Steuerprogramme für den Lohnsteuerjahresausgleich sind in der Regel preiswert. Sie kosten zumeist unter 30 Euro. Updates - das sind regelmäßige Aktualisierungen der Software - sind teilweise kostenlos, manchmal gegen eine Gebühr erhältlich. Da sich gerade in der Steuergesetzgebung jährlich etwas ändert, sollte man diese Kosten in die Kaufüberlegungen mit einbeziehen. Die meisten Softwareprogramme zeichnen sich durch einfache Ausfüllhilfen aus. Niemand muss sich durch seitenlange Erklärungen durcharbeiten. Möchte man zu einem bestimmten Thema dennoch nähere Erläuterungen, finden sich heutzutage diverse Hilfen – selbst Fachinformationen - im Internet. Die Programme übernehmen auf Wunsch die Daten aus dem Vorjahr, was eine große Zeitersparnis bedeutet. Der Steuerpflichtige muss, wenn sich in seinem Leben nicht viel geändert hat, lediglich die geänderten Daten und Zahlen eintragen.

Zusätzlich erteilen die Programme Tipps zum Steuersparen und überprüfen am Schluss, ob alle Sparmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Wer nicht gerne Anleitungen liest, kann sich bei einem Anbieter, der allerdings nicht zu den sehr preiswerten gehört, die Tipps akustisch vortragen lassen. Zudem berechnet die Software die erwartete Steuererstattung oder Nachzahlung recht genau aus. In vielen Fällen ist es nicht notwendig, die Vollversion der Steuersoftware zu erwerben, ein kostenloses Programm ist meistens für den normalen Arbeitnehmer oder Rentner völlig ausreichend. Eines erspart allerdings die beste Software dem Anwender nicht: Nach wie vor müssen Belege gesammelt und sortiert werden. Das sollte man am besten schon während des Jahres erledigen und nach den unterschiedlichen Positionen wie Werbungskosten, Sonderausgaben oder Handwerkerrechnungen ablegen. Dann geht einem das Ausfüllen der Steuersoftware mühelos von der Hand.