Liquidität im Überblick durch die einfache Buchführung

Ein Unternehmer muss ständig einen Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben haben, um sein Unternehmensziel, Gewinn zu erwirtschaften, zu erreichen. Dazu ist die ordnungsgemäße Buchführung ein geeignetes Hilfsmittel.

Der Bestand an liquiden Mitteln ändert sich in einem Unternehmen fast täglich. Einnahmen und Ausgaben verändern den Bestand an Bargeld und Buchgeld. Zu den Einnahmen gehören beispielsweise die Umsatzerlöse, die das Unternehmen für den Verkauf der produzierten Güter oder Dienstleistungen erhält. Es handelt sich also um Geschäftsfälle, die zu einer Erhöhung des Geldvermögens führen. Analog verhält es sich bei den Ausgaben, nur mit dem Unterschied, dass diese zu einer Verringerung des Geldvermögens führen. Betriebsbedingte Ausgaben sind beispielsweise der Kauf von Rohstoffen, Büromaterial oder Postwertzeichen.

Werden die Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt, so handelt es sich um eine Einnahmen/Überschussrechnung. Sein die Einnahmen größer als die Ausgaben, dann wurde in der Abrechnungsperiode ein Gewinn erwirtschaftet. Im umgekehrten Fall handelt es sich um einen Verlust. Der erwirtschaftete Gewinn ist das Einkommen des Unternehmers und somit steuerpflichtig.

Diese kleine Form der Buchführung wird in Unternehmen angewandt, die vom Gesetzgeber nicht zur Buchführung verpflichtet sind. Es handelt sich hierbei meist um Kleinstunternehmer. Die Aufzeichnungen der Geschäftsfälle müssen wie bei der doppelten Buchführung chronologisch und lückenlos erfasst werden. Auch hier gilt der oberste Grundsatz, dass keine Buchung ohne Beleg erfolgen darf.

Diese Form der Buchführung kann auch von Privatpersonen angewandt werden. Das wichtigste Hilfsmittel dabei ist das Haushaltsbuch. In ihm werden alle Einnahmen und Ausgaben der Familie im laufenden Monat erfasst. Die Auswertung am Monatsende zeigt, wie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, gewirtschaftet worden ist.

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