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Ihre Lohnsteuerklasse ist das Maß aller Dinge beim Gehalt

Die auf der Lohnsteuerkarte eingetragene Lohnsteuerklasse bestimmt die Abzüge der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlages und der Kirchensteuer.

Eine besondere Form der Einkommensteuer ist die Lohnsteuer. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle des Staates. Die Grundlage für die Berechnung der Lohnsteuer sind die Steuerklassen. Man unterscheidet hierbei die Lohnsteuer-Klassen eins bis sechs. Durch die Einteilung sollen persönliche Verhältnisse wie Familienstand, Kinderzahl usw. berücksichtigt werden.

In den einzelnen Lohnsteuerklasse ist die Steuer deshalb unterschiedlich hoch. Die Gemeinde bescheinigt auf einer Lohnsteuerkarte die jeweilige Steuerklasse eines Arbeitnehmers und stellt sie jedes Jahr neu aus. Außerdem trägt sie in die Lohnsteuerkarte Pauschbeträge für Körperbehinderte und Hinterbliebene ein, soweit diese Freibeträge bei der Besteuerung des Arbeitnehmers berücksichtigt werden müssen.

Vereinfacht dargestellt kann man sagen, alle ledigen oder geschiedenen Arbeitnehmer belegen die Lohnsteuerklasse 1, während alle allein erziehenden Personen der zweiten Klasse zugehören. Wenn Sie verheiratet sind und Ihr Partner keiner Arbeit nachgeht oder zur Steuerklasse 5 gehört, dann fallen Sie in die Klasse 3. Steuerklasse 4 gilt für verheiratete Arbeitnehmer, wenn beide Ehegatten arbeiten und einen Arbeitslohn beziehen. Steuerklasse 5 kann für einen Ehepartner beantragt werden, wenn beide in einem Dienstverhältnis stehen, der andere aber in die Klasse 3 eingestuft werden soll.

Die Steuerklasse 6 ist den Personen vorbehalten, die einen Arbeitslohn von mehr als nur einem Arbeitgeber erhalten. Welche Lohnsteuerkarte ist für Sie nun die beste? Zunächst müssen Sie berücksichtigen, dass Ehegatten mit Arbeitslohn grundsätzlich gemeinsam besteuert werden, weil das für sie günstiger ist. Es stehen Ihnen nun verschiedene Steuerklassenkombinationen zur Verfügung. Haben beide Partner in etwa dasselbe Gehalt, sollten beide auch die Klasse 4 wählen.

Eine andere Kombination liegt vor, wenn der eine Ehepartner in die Klasse 3, der andere in die Klasse 5 eingestuft ist. Diese Variante sollten Sie wählen, wenn ein Ehepartner keinen Bruttolohn hat oder die Einkünfte im Verhältnis 60 zu 40 stehen. Kommt es bei dem Partner mit der Einstufung in die dritte Klasse zu verhältnismäßig niedrigeren Lohnsteuerabzügen, wird der andere Partner mit der Lohnsteuerklasse 5 eine Lohnsteuernachzahlung leisten müssen. Dieser ist somit zu einer Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet.