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Halbwaisenrente unterstützt Kinder verstorbener Eltern

Die Halbwaisenrente ist eine Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Anspruch auf Ausgleich des fehlenden Unterhalts haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, welche ein Elternteil verloren haben.

halbwaisenrente
Foto: © Gerd Altmann / http://www.pixelio.de

Die Halbwaisenrente wird aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezahlt. Sie tritt mit ihren Leistungen an die Stelle der Unterhaltspflicht von Elternteilen, die verstorben sind. Das Kind wird dann als Halbwaise bezeichnet, daher wurde der Name Halbwaisenrente abgeleitet.

Ein Kind hat Anspruch auf den Unterhalt der Eltern, bis es seine erste Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Der Begriff Erstausbildung ist hierbei sehr weitläufig. Wenn ein Kind die Schule beispielsweise mit einem Hauptschulabschluss verlässt, kann es nur in einem sehr begrenzten Rahmen eine Ausbildung antreten, da viele Berufsabschlüsse mindestens die Mittlere Reife verlangen. Hier bieten sich jedoch vollschulische Ausbildungen an, bei denen man nach dem Bestehen des Abschlusses mit der Note „drei“ oder besser den Realschulabschluss anerkannt bekommen kann. Hat man sich für eine dreijährige Ausbildung entschieden, kann man direkt im Anschluss im Zweiten Bildungsweg das Abitur nachholen und danach ein Studium an einer Hochschule oder Universität aufnehmen. Für diesen langen Weg, der von Abschluss der Regelschule an gerechnet mindestens elf Jahre dauert, sind die Eltern unterhaltspflichtig, obwohl das Kind ja genau genommen drei Ausbildungsabschnitte durchläuft. Verstirbt ein Elternteil bereits während der Kindheit oder während der Ausbildung des Nachwuchses, tritt die gesetzliche Rentenversicherung für die Unterhaltspflicht ein. Das Kind hat einen Anspruch auf Halbwaisenrente, den der verbliebene Elternteil geltend machen kann, solange das Kind noch minderjährig ist bzw. in seinem Haushalt lebt. Die Höhe der Halbwaisenrente ergibt sich aus den Beiträgen, welche der Verstorbene an die Rentenkasse geleistet hat, also genau genommen aus seinem Verdienst.

Der Anspruch auf Halbwaisenrente bis zum Ende der Ausbildung verfällt nur in zwei Fällen: Wenn das Kind heiratet, geht die Unterhaltspflicht von den Eltern auf den Ehepartner über. Die gesetzliche Rentenversicherung stellt die Leistungen ein und ist dafür nicht mehr zuständig. Der andere Fall wäre, wenn das Kind von einem anderen Elternteil, etwa dem neuen Partner seiner Mutter oder seines Vaters, adoptiert wird. Dann geht die Unterhaltspflicht auf diesen über, und der Anspruch auf Halbwaisenrente besteht nicht mehr. Halbwaisenrente wird aber beim Bezug bestimmter Sozialleistungen, wie etwa Leistungen nach dem BAföG auf das Einkommen des Auszubildenden angerechnet.

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