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Motorradversicherungen ganzjährig und unterjährig

Bei der Versicherung für das Motorrad bieten sich dem Besitzer unterschiedliche Varianten für eine kostengünstige Versicherungsgestaltung an. Viele Motorradfahrer melden ihren Feuerstuhl über den Winter ab.

Weil auf Schnee und Eis das Motorradfahren nur eingeschränkt Vergnügen macht, stehen viele motorisierte Zweiräder in der kalten Jahreszeit nur in der Garage. Eine Straßenzulassung wird dann nur für die Sommermonate geholt. Und auch bei der Versicherung kann sich eine solche Auszeit bemerkbar machen. Nutzer von Saisonkennzeichen, die nur für eine festgelegte Zeitspanne (beispielsweise von März bis Oktober) Gültigkeit besitzen, erhalten etwa während der Standzeiten des Gefährts einen Beitrags-Nachlass. Die Regelungen sind von Versicherung zu Versicherung aber verschieden. Wer hingegen das Motorrad ganzjährig angemeldet hat, muss natürlich auch für das volle Jahr Versicherung bezahlen.

Doch was ist mit einem Motorrad, das während der abgemeldeten Zeit womöglich gestohlen wird oder beispielsweise durch einen Wassereinbruch zu Schaden kommt? Oftmals ist durch eine komfortable Regelung für den Motorradbesitzer ein Versicherungsschutz auch in solchen Fällen gewährleistet. Es ist auf jeden Fall nützlich, seinen Versicherungsvertrag auf derartige Einzelfragen hin zu überprüfen. Je nach persönlicher Fahrgewohnheit und An- bzw. Abmeldungen sind solche Details natürlich wichtig. Eine gute Motorradversicherung zeichnet sich also nicht nur durch möglichst niedrige Tarifbeiträge aus, sondern auch durch solche Leistungsfragen. Das Herumhören in der Motorrad-Szene und das Einholen von Tipps bei befreundeten Motorrad-Fahrern kann hier wertvolle Hinweise auf empfehlenswerte Assekuranzen einbringen.

Ob es neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung eine Teilkaskoversicherung oder eine Vollkaskoversicherung für das Motorrad geben soll, steht auf einem ganz anderen Blatt. Hier sind nicht zuletzt das Alter und der Wert des Motorrads wesentlich. Für manchen Motorradnarren werden dabei auch ideelle Werte, Erinnerungen und andere Faktoren eine Rolle spielen. Wichtig für die Vertragsgestaltung ist immer auch die Mindest-Deckungssumme, die vereinbart wird. Außerdem sollte man sich anschauen, ob Schutzbrief-Leistungen mit enthalten sind und wie eine Schadensfallabwicklung im Einzelnen vorgesehen ist.

Für die Praktikabilität im Fall des Falles ist es schlussendlich nicht ganz unerheblich, wie es um die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern aussieht und mit welchen Bearbeitungszeiten im Anschluss zu rechnen ist. In diesem Kontext ist dann auch die Entscheidung zwischen Direktversicherungen und flächendeckend vertretenen Versicherungen mit Vertretern in regionaler Nähe von Belang. Welche Variante sich hier konkret besonders nahelegt, ist auch eine persönliche Typfrage und davon abhängig, wie viel Erfahrung in Versicherungsangelegenheiten jemand mitbringt. Allemal ist es ein guter Rat, nicht einfach die erstbeste Versicherung abzuschließen, nur weil man keine Zeit aufbringen möchte, um sich nach weiteren Angeboten umzusehen. Ist einmal eine gute Motorradversicherung ausfindig gemacht, kann man ja gegebenenfalls ein Leben lang bei diesem Anbieter verbleiben.