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Schadenfreiheitsklassen in der KFZ Versicherung

Die Schadenfreiheitsklassen richten sich nach der individuellen Fahrerfahrung und sind bei der KFZ Versicherung neben der Fahrzeugklasse der wichtigste Faktor für die Berechnung der Versicherungsprämie.

Die Schadenfreiheitsklassen dienen den Versicherungsunternehmen zur Risikoeinschätzung bei einer KFZ Versicherung. Je länger jemand bereits unfallfrei gefahren ist, desto günstiger wird er eingestuft. Führerscheinneulinge beginnen zunächst in der Klasse SF 0. In dieser beläuft sich der Beitragssatz in der Regel auf 240 Prozent. Daher sollten Fahranfänger ihr erstes eigenes Auto nach Möglichkeit nicht selbst versichern, sondern über die Eltern als Zweitwagen anmelden. Diese Regelung sollte mindestens drei Jahre beibehalten werden. Wer seinen Führerschein seit mindestens dieser Zeitspanne besitzt, wird in die günstigere Klasse SF 1/2 eingeteilt. Hier müssen nur noch 140 Prozent entrichtet werden. Eine noch günstigere Einstufung kann in der Regel nur noch erreicht werden, wenn das Fahrzeug auf den eigenen Namen versichert wird. Die meisten Versicherungsunternehmen bieten für Familienmitglieder ihrer Versicherten günstigere Konditionen an. Daher lohnt es sich meist, dort bezüglich der Schadenfreiheitsklassen nachzufragen.

Im Lauf der Jahre wird die KFZ Versicherung stetig billiger, sofern keine Unfälle verursacht werden. Die Versicherten werden in festgelegten Abständen automatisch in günstigere Schadenfreiheitsklassen eingestuft. Die Ziffer gibt dabei Aufschluss über die unfallfrei gefahrenen Jahre. Die Staffelung geht bis zur Klasse SF 25, allerdings wird der günstigste Beitragssatz von 30 Prozent meist schon ab der Klasse SF 22 berechnet.

Allerdings können die Schadenfreiheitsklassen nicht nur zu Gunsten des Versicherten geändert werden. Sobald bei der Versicherung eine Schadensmeldung eingeht, wird der Unfallverursacher eine oder mehrere Klassen zurück gestuft. Hierzu können im Internet Tabellen aufgerufen werden, außerdem sind die Rückstufungsbedingungen Bestandteil des Versicherungsvertrags. Wer einen Schaden verursacht, muss in Zukunft in jedem Fall wieder deutlich höhere Beiträge bezahlen. Bei Bagatellschäden, wie etwa einem kleinen Kratzer, kann es daher günstiger sein, den Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen. Sollte die Werkstattrechnung doch höher ausfallen als erwartet, kann der Unfall in der Regel auch noch nachträglich bei der Versicherung gemeldet werden. Wichtig ist nur, dass dies im Lauf des jeweiligen Beitragsjahres geschieht.