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Wie eine Berufsunfahigkeit festgestellt werden kann

Durch einen Unfall oder eine Krankheit kann es vorkommen, dass ein Mensch nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Bevor aber eine entsprechende Rente ausgezahlt wird, muss die Unfähigkeit attestiert werden.

Berufsunfähig ist ein Mensch, wenn er durch körperliche oder psychische Leiden nicht mehr dazu in der Lage ist, seinem Beruf nachzugehen. In manchen Fällen ist dies sehr einfach festzustellen, wie wenn ein Busfahrer erblindet oder ein Maurer seine Hände nicht mehr bewegen kann. Bei manchen Erkrankungen ist der Fall jedoch schwerer festzustellen. Vielfach geht es weniger um eine tatsächliche Unfähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, als darum, diese Tätigkeit im vollen Umfang einer Berufstätigkeit vollbringen zu können.

So sind zum Beispiel chronische Schmerzen in vielen Fällen ein Grund, die Unfähigkeit zur Ausübung des Berufs festzustellen. In diesem Fall könnte die Tätigkeit zwar theoretisch noch vollbracht werden, doch eine Konzentration darauf über mehrere Stunden wäre durch die Schmerzen unzumutbar. Einen wichtigen Unterschied stellt es auch dar, ob jemand in der Lage ist, einen anderen Beruf zu erlernen. Wenn zum Beispiel der Handwerker durch rheumatische Probleme nicht mehr genug Kraft in den Händen hat, um seine Werkzeuge zu bedienen, so kann er vielleicht immer noch als Lehrmeister jungen Menschen die Kunst seines Handwerkes erklären.

Je nachdem, wie der Fall der körperlichen Schäden liegt, wird dem Erkrankten eine Berufsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt, mit der er Anrecht auf Rentenzahlungen und Versicherungsleistungen hat. Da viele wirtschaftliche Interessen an dieser Bescheinigung hängen, wird meist das Gutachten mehrerer Ärzte verlangt, bevor sie wirklich ausgestellt wird. Die Prognose über eine mögliche Besserung in absehbarer Zeit ist dabei ebenso von Bedeutung, wie die Feststellung der Schwere der Beeinträchtigung. In vielen Fällen wird im gleichen Zuge auch eine Behinderung festgestellt, die zum Führen eines Behindertenausweises berechtigt. Dieser soll die Beeinträchtigungen im täglichen Leben durch Sonderrechte etwas mildern.

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