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Vorsorge: Monatliche Sofortrente oder selbst sparen?

Die Altersvorsorge ist ein heikles Thema. Einige sparen selbst ein bisschen Geld, andere richten ein spezielles Konto ein, wobei auf das Geld erst nach einer gewissen Zeit zugegriffen werden kann.

Es klingt fast zu schön, um warm zu sein: Eine Rente, und das jeden Monat, ab sofort. Es scheint fast, als hätte man nun endlich für das Leben ausgesorgt. Doch dies sind nur die Angebote diverser Glücksspielgesellschaften, bei denen man eine solche Rente tatsächlich gewinnen kann. Der monatliche Betrag beläuft sich dabei meist auf eine Summe zwischen 6.000 und 8.000 Euro. Der Haken bei der Sache ist, dass das Geld meist nur über einen bestimmten Zeitraum ausgezahlt wird, beispielsweise über 20 Jahre.

Aber nicht nur als Gewinner einer solchen Rente hat man Zugriff auf eine Sofortrente. Mittlerweile bieten dies auch einige deutsche Banken an. Das Prinzip dabei ist, dass man natürlich weiterhin normal Geld verdient, aber von diesem Geld monatlich etwas einbezahlt, um es später als Altersvorsorge anzulegen. Im Gegensatz zur gewonnen Rente muss man also doch noch etwas länger arbeiten, kann aber, wenn es die Finanzen zulassen, durchaus auch schon mit beispielsweise 55 Jahren in Rente gehen. Das genaue Alter, bis zu dem gearbeitet werden muss, wird dabei von einem Fachangestellten des Kreditinstituts ausgearbeitet. Es errechnet sich aus dem Zeitraum der Einzahlung sowie der Höhe des eingezahlten Geldes und der dafür anfallenden Zinsen. Diese Zinsen belaufen sich, je nach Bank, dabei zwar meist nur auf 1 % bis 2 % der Jahreseinzahlung, sind also im Verhältnis zu dem eingelagerten Geld recht gering, doch macht sich dieser finanzielle Zusatz nach beispielsweise 30 Jahren Laufzeit der Einlagerung deutlich bemerkbar. Im Gegenzug erklärt sich aber der Kunde dazu bereit, sein Recht auf verfrühte Auszahlung des gesparten Geldes abzutreten. Somit würde man also beispielsweise 30 Jahre arbeiten, Geld einzahlen und erst nach diesem Zeitraum auf dieses Geld zugreifen können. Für die Bank besteht in dieser Zeit die Möglichkeit, auf dieses Kapital zurückzugreifen, sollte sie sich in einer wirtschaftlich kritischen Zeit wiederfinden.

Die letzte Möglichkeit der Rentenvorsorge ist die, dass man selbst Geld zurücklegt. Kein anderer wird also mit der Überwachung der Altersvorsorge beauftragt, sondern man spart einfach selbst etwas Geld für das bevorstehende Alter an.