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Wechsel in die private: Krankenkassenvergleich lohnt

Die privaten Krankenkassen bieten eine Vielzahl an Tarifen an, die unterschiedlich umfangreiche Leistungen umfassen. Daher ist es wichtig, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen, um nicht zu viel zu bezahlen.

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Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

Angestellte können sich ab einem gewissen Verdienst statt in einer gesetzlichen auch in einer privaten Krankenkasse versichern, Selbstständigen steht diese Möglichkeit unabhängig von ihrem Einkommen offen. Da die Höhe der Beiträge hier nicht durch den Gesetzgeber festgelegt ist, sollte man auf jeden Fall vor Vertragsabschluss mehrere Versicherungen miteinander vergleichen. Sowohl die Leistungen als auch die monatlichen Kosten können sich mitunter deutlich unterscheiden, vor allem wenn gesundheitliche Risiken bestehen. Private Krankenkassen berechnen die Beiträge nämlich nicht prozentual vom Einkommen ihrer Versicherten, sondern anhand von deren Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Wurden in den vergangenen Jahren z. B. Operationen durchgeführt, muss der Patient meist mit einem Risikozuschlag rechnen.

Im Internet stehen zwar mehrere Vergleichsrechner für die private Krankenkasse zur Verfügung, diese sind aber nur bedingt aussagekräftig. Wer keine gesundheitlichen Risiken aufweist, kann damit unter Umständen schnell eine geeignete Versicherung finden, alle anderen sollten sich aber erst nach Vergleich mehrerer persönlicher Angebote entscheiden, da die Risikozuschläge von den Berechnungsprogrammen in der Regel nicht berücksichtigt werden. Außerdem sollte man sich bereits vor dem Vergleich überlegen, wie umfangreich man sich gerne versichern möchte. Die privaten Krankenkassen bieten unterschiedliche Tarife an, die jeweils ein bestimmtes Leistungsspektrum abdecken. Die günstigeren Vertragsmodelle entsprechen meist grob dem Angebot der gesetzlichen Krankenkassen und enthalten keine oder nur sehr wenige Sonderleistungen. Wer hingegen Wert auf eine Chefarztbehandlung oder die Unterbringung im Doppel- oder Einzelzimmer im Krankenhaus legt, muss meist etwas mehr in seine Krankenversicherung investieren. Daher kann ein Gespräch mit einem unabhängigen Berater sinnvoll sein, um den individuell passendsten Tarif zu finden. Einige Privatkassen bieten beispielsweise ein Baukastensystem, aus dem der Versicherte sich seinen Leistungsumfang für verschiedene Bereiche selbst zusammenstellen kann. Dabei sollte man sorgfältig vorgehen und bei jedem Punkt abwägen, wie umfangreich man sich absichern möchte.

Auch der Selbstbehalt spielt bei der Berechnung der Versicherungsbeiträge eine große Rolle. Er kann in der Regel vom Versicherten innerhalb eines gewissen Rahmens selbst festgelegt und auf Wunsch zu bestimmten Terminen angepasst werden. Je höher er ausfällt, desto geringer sind auch die monatlichen Beiträge. Allerdings können sich die Rechnungsbeträge im Lauf des Jahres deutlich summieren, sofern man häufiger einen Arzt aufsuchen muss oder teure Behandlungen benötigt. Daher kann es insgesamt sogar teurer sein, einen hohen Selbstbehalt zu wählen.