Wie gestalten sich die Ansprüche auf Witwenrente

Die Witwenrente, auch Hinterbliebenenrente genannt, ist ein wichtiges Thema für Ehepaare, die ihre Altersvorsorge planen. Der hinterbliebene Ehepartner soll im Alter abgesichert sein.

Dass die staatliche Rente nicht ausreicht, um den Menschen im Alter abzusichern, ist längst kein Geheimnis mehr. Politiker fordern schon seit vielen Jahren die Übernahme von mehr Eigenverantwortung vom Bürger. Versicherungsgesellschaften bieten Zusatz-Rentenversicherungen für das Alter an, entwickeln verschiedene Produkte zur individuellen Altersvorsorge.

Rein statistisch gesehen, sterben Männer noch immer vor ihren Ehefrauen und so stellt sich den meisten Männern die Frage, ob die Gattin wohl im Alter ausreichend abgesichert sein wird. Denn die Witwenrente beträgt nur einen Teil des ursprünglichen Rentenbetrags. Die Rente für eine Hinterbliebene wird unterschieden in die große und die kleine Witwenrente. Die kleine Witwenrente beträgt derzeit 25 Prozent des Rentenbetrags. Sie wird für zwei Jahre gezahlt. Ist der Partner allerdings vor dem Jahresanfang 2002 verstorben, wird sie unbegrenzt geleistet. Die kleine Witwenrente wird gezahlt, wenn durch den Verstorbenen die allgemeine Wartezeit erfüllt wurde.

Heiratet die Hinterbliebene wieder, entfällt die Zahlung der Witwenrente des verstorbenen Partners. Die große Witwenrente wird dann gezahlt, wenn der verstorbene Partner das 45. Lebensjahr vollendet hat und wenn noch ein Kind aus der Partnerschaft im Haushalt lebt, welches das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat. Die große Witwenrente beträgt 55 Prozent des Rentenbetrags des Verstorbenen. Jedoch wird das eigene Einkommen der Witwe angerechnet. Es darf einen bestimmten Freibetrag nicht übersteigen. Ist das der Fall, erfolgen Abzüge der Witwenrente. Der Freibetrag für das eigene Einkommen der Hinterbliebenen liegt bei nicht ganz 700 Euro monatlich. Alle Arten des Einkommens sind zur Berechnung relevant, auch Einkünfte aus Vermögen, Vermietungen oder Verpachtungen. Vierzig Prozent des Betrags, der über dem Freibetrag liegt, werden auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.

Um ein vereinfachtes Verfahren zu erreichen, wurden hier pauschale Abzüge beschlossen. Es ist grundsätzlich wichtig – auch für Ehepartner – dass jeder für sich seine eigenen Altervorsorgemaßnahmen trifft. In der heutigen Zeit sind die meisten Frauen auch berufstätig und erwirtschaften sich ihren eigenen Rentenanspruch. Eine private Zusatzversicherung um die künftige Altersversorgung aufzustocken ist für beide Ehepartner unumgänglich, um im Alter und speziell im Falle des Todes des Ehepartners nicht mit großen, finanziellen Sorgen konfrontiert zu werden.

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