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Antrag auf Berufsunfähigkeit richtig ausfüllen

Der Prozess bis zur endgültigen Bewilligung einer Berufsunfähigkeitsrente ist lang. Voraussetzung ist es, dass der Arbeitnehmer einen Antrag detailliert ausfüllt und frühzeitig einreicht.

Ein Unfall oder eine Krankheit kann der Auslöser dafür sein, dass ein Erwerbstätiger seiner regulären Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Wird vom Arzt nachgewiesen, dass dies zu über 50 % der Fall ist, kann der Arbeitnehmer eine Berufsunfähigkeitsrente beantragen. Von Berufsunfähigkeit wird dann gesprochen, wenn dem Arbeitnehmer seine bisherige Tätigkeit in der Form nicht weiter dauerhaft zugemutet werden kann. Der Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente besteht jedoch nicht immer. Es müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, damit der Arbeitnehmer diese auch erhält. Wichtig ist, dass er bereits ausreichend in die Rentenkasse eingezahlt hat. Von ausreichend wird dann gesprochen, wenn er schon mindestens fünf Jahre versichert ist und davon auch mindestens drei Jahre in die Kasse eingezahlt hat. Ist dies nicht der Fall, kann die Berufsunfähigkeitsrente beantragt werden, wird jedoch abgewiesen.

Bei einer Berufsunfähigkeit wird davon ausgegangen, dass der Arbeitnehmer weiter arbeitsfähig ist, seinen erlernten Beruf jedoch nicht mehr voll ausüben kann. Ist es dem Arbeitnehmer gar nicht mehr möglich, einer Arbeit nachzugehen, gilt er als erwerbsunfähig. Die Zahlung der Rentenbeträge für Berufsunfähige soll den Verlust des Lohnes ausgleichen. Sinnvoll ist es auch, zusätzlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung auf privater Ebene abzuschließen.

Damit die Zahlungen für Berufsunfähigkeit gewährt werden, ist es notwendig, einen Antrag einzureichen. Dieser Antrag kann bei der Rentenkasse oder bei der zuständigen Versicherung eingeholt werden. Um die Bearbeitung zu beschleunigen, ist es empfehlenswert, gleich alle notwendigen Unterlagen mit einzureichen. Hierfür wird der Versicherungsschein im Original benötigt sowie ein Nachweis darüber, wann die letzte Zahlung eines Beitrages stattgefunden hat. Das kann beispielsweise ein Kontoauszug sein, aus dem die Beitragszahlung hervorgeht. Für die Anerkennung werden außerdem alle Berichte von Ärzten benötigt, die sich auf die Krankheit beziehen, die zur Berufsunfähigkeit geführt hat. Diese Berichte können bei den behandelnden Ärzten angefordert werden. Es ist durchaus möglich, dass der Arbeitnehmer für die Berichte zahlen muss. Des Weiteren ist der Beruf genau zu beschreiben: Was umfasste er alles vor der Krankheit, was umfasst er nach der Krankheit, inwieweit kann er nicht mehr vollständig ausgeübt werden und zu wie viel Prozent geht der Arbeitnehmer noch arbeiten. Dies sind alles Informationen, die in dem Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente abgefragt werden.

Es ist auch möglich, den Antrag schon einzureichen, auch wenn noch nicht alle notwendigen Unterlagen vorliegen. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn das Versicherungsunternehmen in seinen Verträgen deutlich macht, dass es Zahlungen erst ab dem Zeitpunkt übernimmt, ab dem der Antrag eingereicht wurde. Die Ansprüche der Leistungsunternehmen sind hoch. Der Antrag muss ausführlich beantwortet werden. Bei der Berufs- und Tätigkeitsbeschreibung wird Wert darauf gelegt, dass der Arbeitnehmer eine exakte Beschreibung vorlegt. Auch wenn er einem Beruf nachgeht, dessen Berufsbild generell bekannt ist, muss er ganz genau auflisten, welche Aufgaben zu diesem Beruf gehören. Bei der Tätigkeitsbeschreibung zählt ebenfalls jedes Detail. Hier ist ein regulärer Arbeitstag zu beschreiben.