Die gesetzliche Rentenversicherung im Überblick

Die Höhe der gesetzlichen Rente ist längst nicht mehr ausreichend, um die Kosten des Lebensunterhalts im Alter zu tragen oder den Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Die Versicherten sind gut beraten, privat vorzusorgen.

Das gesetzliche Rentenversicherungssystem ist Bestandteil der Sozialversicherung und dient der Alterssicherung von abhängig beschäftigten Arbeitnehmern. Das System wird im Umlageverfahren durch die Beiträge der gesetzlich Versicherten (die zur Teilnahme verpflichtet sind) finanziert. Zum Personenkreis der Einzahler gehören auch freiwillig Versicherte sowie sonstige versicherungspflichtige und als versichert geltende Personen. Beim Umlageverfahren werden die geleisteten Zahlungen sofort zur Finanzierung des Systems herangezogen. Dafür erwirbt der Einzahler das Recht im Bedarfsfall (z. B. Alter, Bedürftigkeit, Arbeitslosigkeit, Krankheit) Leistungen zu beziehen. Wer also Beiträge aufgrund der Pflicht zur Versicherung leistet, zahlt damit letztlich die Renten von Arbeitnehmern (oder deren Angehörigen), die nicht mehr im Arbeitsleben stehen. Dafür erhält der Versicherte einen persönlichen Rentenanspruch. Man spricht vom Generationenvertrag. Trägerin des gesetzlichen Rentenversicherungssystems ist die Deutsche Rentenversicherung. Rechtsgrundlage ist das Sozialgesetzbuch. Zu den versicherten Risiken gehören: Tod, verminderte Erwerbsfähigkeit und Alter. Gleichzeitig bemühen sich die Träger des Rentenversicherungssystems im Bedarfsfall die Erwerbsfähigkeit der Versicherten zu verbessern, sie am Arbeitsleben besser teilhaben zu lassen und (falls erforderlich) Maßnahmen der beruflichen oder medizinischen Rehabilitation zu treffen. Es gilt dabei die Maxime "Reha vor Rente". Erst wenn eine Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit (vor Eintritt des Rentenalters) tatsächlich nicht möglich ist, werden Renten ausgezahlt.

Wie hoch die Leistung aus der Rentenversicherung ist, hängt vom Versicherungsverlauf des Versicherten. Darin enthalten sind rentenrechtliche Zeiten, die in einem Verfahren zur Klärung des Kontos verbindlich durch Bescheid festgestellt worden sind, sowie nachträgliche Ergänzungen und zusätzliche rentenrechtliche Zeiten, die in das Versicherungskonto eingelaufen sind. Die Träger der Rentenversicherung versenden ausführliche Renteninformationen mit den aktuellen Rentenansprüchen an die Versicherten. Im Rahmen dieser Information wird unterschieden zwischen dem vorgezogenen Rentenbeginn bei vollständiger Erwerbsminderung und der regulären Rente, wenn alle Bedingungen bis zum Renteneintrittsalter gleich bleiben (z. B. gleich bleibende Löhne und eine unveränderte Gesetzeslage). Ein wichtiger Zweck der Information ist auch der Hinweis auf die drohende Versorgungslücke: Das Nettogehalt des Arbeitnehmers ist deutlich höher als die erwartete Rente. Außerdem kommt es zu einem Kaufkraftverlust durch Inflation.

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