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Familienversicherungen - Beiträge für Angehörige sparen

Ist eine Person im Haushalt in einer gesetlichen Versicherung freiwillig oder pflichversichert, so können Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert werden.

Unter der Familienversicherung versteht man die gesetzlich festgelegte, beitragsfreie Versicherung von Angehörigen in der gesetzlichen Versicherung. So sind Kinder beispielsweise über ihre Eltern krankenversichert. Aber auch Ehegatten können familienversichert sein. Damit die Familienversicherung auch greift, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Eine Mitversicherung von Familienmitgliedern kann nur dann erfolgen, wenn ein Elternteil oder der Ehegatte Pflicht- oder auch ein freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Versicherung ist. Das heißt, er zahlt regelmäßig Beiträge ein. Zudem muss das Familienmitglied auch seinen

Wohnsitz dauerhaft im Land haben. Erfolgt über einen längeren Zeitraum eine Reise, beispielsweise zum Sprachausbau, so bleibt die Familienversicherung nur dann bestehen, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Lebensmittelpunkt weiter im Land bestehen bleibt und eine baldige Rückkehr absehbar ist.

Der mitversicherte Angehörige darf nicht der gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegen. Das wäre beispielsweise dann der Fall, wenn er selbst einer Arbeit nachgeht. Anders ist es bei Studenten. Sie sind bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres berechtigt, auch dann über die Familienversicherung versichert zu sein, wenn sie einen Nebenjob ausüben. Besteht eine selbstständige Tätigkeit des Mitversicherten, so darf diese nicht hauptberuflich ausgeübt werden beziehungsweise eine bestimmte Einnahmegrenze nicht überschreiten. Kinder sind von Geburt an bis zur Volljährigkeit berechtigt, in die Familienversicherung aufgenommen zu werden. Haben sie eine nachgewiesene Behinderung oder gehen sie weiter einer schulischen Ausbildung nach, ist auch eine Versicherung über die Volljährigkeit hinaus möglich.

Ein Sonderfall besteht bei Kindern, wenn ein Elternteil pflichtversichert ist und das andere Elternteil auf Grund eines hohen Verdienstes eine Privatversicherung hat. In diesem Fall muss für das Kind ein extra Versicherungsvertrag abgeschlossen werden. Dies kann sowohl bei der gesetzlichen als auch bei der privaten Versicherung geschehen. Sind beide Elternteile pflichtversichert, haben sich aber für unterschiedliche Versicherungen entschieden, dann können sie frei wählen, wo das Kind mitversichert werden soll. Haben dagegen beide eine private Versicherung, so muss das Kind ebenfalls privat versichert werden. Es wird dann nicht in eine gesetzlichen Versicherung aufgenommen. Der Vorteil der Familienversicherung ist die Beitragsfreiheit für den Mitversicherten. Er kann alle Leistungen der Versicherung genauso in Anspruch nehmen wie der Hauptversicherte, muss aber keine eigenen Beiträge zahlen.

Um in der Familienversicherung aufgenommen zu werden, muss ein Antrag bei der Versicherung gestellt werden. Diese überprüft dann, ob alle Voraussetzungen gegeben sind. Bei Neugeborenen reicht die Einsendung einer beglaubigten Kopie der Geburtsurkunde. Es kann durchaus passieren, dass die Versicherung in regelmäßigen Abständen überprüft, ob noch alle Voraussetzungen für eine Familienversicherung gegeben sind. Der Versicherte hat dann die Pflicht, alle Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten und notwendige Dokumente einzureichen. So eine Überprüfung erfolgt vor allem dann, wenn es sich bei der mitversicherten Person nicht um ein Kind, sondern um den Ehegatten handelt.

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