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Wohngebäude Versicherungen für Eigenheimbesitzer

Wer ein eigenes Haus baut oder kauft, der sollte den Abschluss einer Versicherung für Wohngebäude in Erwägung ziehen. Versicherungen von Bestandsimmobilien können übernommen oder gekündigt werden.

Ein Wohngebäude, egal ob selbst bewohnt oder vermietet, besitzt einen hohen Wert. Zumeist hat der Erbauer oder Käufer viel Geld in die Immobilie investiert und größere Schäden oder ein Komplettverlust sind nur schwer kompensierbar. Die meisten Wohngebäude sind entsprechend versichert, um finanzielle Verluste durch unvorhersehbare Ereignisse auszugleichen. Ein einfacher Wasserrohrbruch kann beispielsweise einen Schaden von mehreren tausend Euros verursachen, besonders dann, wenn er nicht rechtzeitig entdeckt wird. Durchfeuchtung von Wänden und großflächiger Schimmelbefall sind oft die Konsequenz, sodass eventuell eine umfangreiche Sanierung ansteht. Die Wohngebäudeversicherung fängt solche Kosten auf. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Wert des Hauses bei Vertragsabschluss nicht zu niedrig angesetzt wird, damit die Versicherung in vollem Umfang einspringt.

Feuer oder Hochwasser können der Substanz einer Immobilie einen dermaßen hohen Schaden zufügen, dass diese nicht mehr bewohnbar ist und abgerissen werden muss. Die Wohngebäudeversicherung erstattet in solchen Fällen den vorher festgelegten Hauswert, sodass der Eigentümer in der Lage ist, ein neues, ähnliches Gebäude zu erwerben. Um allerdings Schäden durch Hochwasser, Schnee und Sturm ausreichend abzusichern, ist oft eine zusätzliche Elementarschädenversicherung nötig. Es empfiehlt sich, dies mit dem Versicherungsvertreter zu besprechen, im Normalfall ist ein Preisaufschlag von wenigen Euros im Monat fällig. Die Mehrinvestition kann durchaus lohnenswert sein, da sich starke Schneefälle, Tornados und Überschwemmungen in den letzten Jahren gehäuft haben.

Eine weitere Möglichkeit der Zusatzversicherungen für Wohngebäude ist die Glasbruchversicherung. Mit dieser sind alle Schäden an fest am Haus installierten Glasteilen abgedeckt. Wer hochwertige Glastüren oder breite Fensterfronten besitzt, dem sei angeraten, sich diesbezüglich zu informieren. Die Basisversicherung kommt im Normalfall für Glasbruchschäden nicht auf.

Wer eine ältere Immobilie kauft, der hat gegenüber der bestehenden Versicherung ein Sonderkündigungsrecht, er kann den Vertrag aber auch komplett übernehmen. Der Gesetzgeber räumt dem neuen Eigentümer eine angemessene Entscheidungsfrist ein, sodass genügend Zeit zum Einholen von Vergleichsangeboten besteht. Die Kosten für eine Wohngebäudeversicherung bemessen sich an Werten wie der Quadratmeterzahl des Hauses, der Geschosszahl, der fest installierten Ausstattung (beispielsweise Verklinkerung, Parkettböden und Kaminofen) und dem Standort der Immobilie. Zum Haus gehörende Garagen sind meist mitversichert, auch wenn sie nicht direkt an das Hauptgebäude angrenzen, sondern frei auf dem Grundstück stehen. Zu prüfen gilt, ob auf dem Grundstück gelegene Zu- und Ableitungen im Versicherungsumfang enthalten sind oder ob diese einer zusätzlichen Versicherung bedürfen. Insgesamt sind im Regelfall alle fest mit der Immobilie verbundenen Ausstattungsteile versichert, wie beispielsweise eine Badewanne. Frei stehende Möbel gehören zum Umfang der Hausratversicherung.

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