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Goldpreis: seit 2001 im Aufwärtstrend

Nicht nur in wirtschaftlich unsicheren Zeiten gilt Gold als eine sichere Geldanlage. So ist es fast selbstverständlich, dass die Frage nach dem Goldpreis immer häufiger diskutiert wird.

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Foto: © Technikfan / http://www.pixelio.de

Devisen unterliegen immer einer natürlichen oder wirtschaftlich bedingten Inflation. Mit anderen Worten: es wird im Laufe der Zeit fast immer weniger wert. Anders ist das mit dem [url=http://www.wallstreet-online.de/rohstoffe/Gold]Goldpreis[/url]. Auch dieser unterliegt einem Zusammenspiel unterschiedlicher Marktdaten. Zum einen hängt er wie so viele Güter von Angebot und Nachfrage ab, aber auch der Preis von Rohöl oder der Kurs des US-Dollars beeinflussen ihn stark. Letzterer vor allem dadurch, dass die amerikanische Währung in Gold gehandelt wird. Ganz vereinfacht kann man sagen, dass der Goldpreis fällt, wenn auch der US-Dollar sinkt, wenngleich er kurzfristig auch extremen Schwankungen unterliegen kann. Ein solches Verhalten wird als volatil bezeichnet. Auch in Zeiten von internationalen Wirtschaftskrisen steigt der Preis für das begehrte Edelmetall. Nach dem Vietnamkrieg beispielsweise, als die US-Regierung international nahezu zahlungsunfähig wurde, stieg der Preis zum ersten Mal über die 100 Dollar Grenze. Anfang 1980 erreichte die Feinunze einen Rekordstand von 850 Dollar. Zu der Zeit tobte die Krise im Iran und die Sowjets waren in Afghanistan einmarschiert. In den Folgejahren bewirkten einige wirtschaftspolitische Maßnahmen wie zum Beispiel die Begrenzung des Geldmengenwachstums - was zu einer Preisstabilität führte und der Inflation entgegen wirkte - die Talfahrt des Goldpreises, die bis 2001 anhielt. 1999 schließlich wurde in Washington von 15 europäischen Notenbanken das „Central Bank Gold Agreement“ unterzeichnet. Dieses regelte die Menge Gold, die pro Jahr verkauft werden durfte und hatte Gültigkeit bis 2009. Soll also beispielsweise der Goldpreis sinken, können Zentralbanken und Goldminengesellschaften Gold verleihen oder verkaufen. So provozieren sie sogenannte Leerverkäufe, wo Gold lediglich auf dem Papier zu einem nominalen Wert an einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft veräußert wird. Logischerweise wird dann der „Zukunftswert“ niedriger als der aktuelle Wert angegeben. Soll der Goldpreis steigen, funktioniert das Spiel genau andersherum. Die Minengesellschaften drosseln ihre Produktion und die Banken kaufen Gold in großen Mengen an. Allerdings geht das auch nur begrenzt, da alle Zentralbanken zusammen im Jahr 2006 zum Beispiel nur 19 Prozent der weltweit verfügbaren Goldmenge besessen haben. Trotz aller Marktschwankungen und Beeinflussungen gilt Gold allerdings als die stabilste Geldanlage, wenngleich ihre Rendite eher langfristig zu sehen ist.

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