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Der Wert von Goldmünzen hängt von vielen Faktoren ab

Goldmünzen sind zum einen Sammelobjekte, die auch noch heutzutage geprägt werden, und zum anderen historische Zeugnisse meist längst abgeschaffter Währungssysteme. Die Letzteren sind oft teurer als die modernen Objekte.

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Gold ist ein sehr werthaltiges Edelmetall, das schon immer eine besondere Faszination auf die Menschen ausgeübt hat, daher verwendete man es seit jeher für Schmuckgegenstände und auch als Währungsmittel, jedoch haben Goldmünzen viele Nachteile gegenüber Münzen aus härteren und leichteren Metallen. Da Gold sehr leicht verformbar und auch relativ selten zu finden ist, nimmt man heutzutage das Metall nur noch für Schmuckgegenstände und einige Anwendungen in der Mikroelektronik, als Geldmittel hat Gold weitestgehend ausgedient. Dennoch hat Gold den Vorteil, dass es ein Edelmetall ist und auch ohne Legierungszusätze nicht oxidiert, zudem lässt es sich leicht prägen. Daher haben Menschen im Mittelalter und in der Antike die ersten Münzen aus Gold gefertigt, diese waren aber schon zu dieser Zeit vom Materialwert sehr groß und daher als Tauschmittel für günstige Waren wenig geeignet.

Historische Goldmünzen werden immer wieder bei archäologischen Ausgrabungen im Zweistromland, Südamerika und Europa gefunden. Auch in anderen Gegenden, wo Hochkulturen im Mittelalter und Altertum verkehrten, findet man immer wieder historische Münzen aus Gold, die nicht selten deutlich älter sind als 1000 Jahre. Münzen aus anderen Metallen sind dabei meistens nicht sehr gut erhalten, da diese Metalle über die Jahrhunderte korrodiert sind und es daher selten mehr als einzelne Fragmente davon zu finden gibt. Noch heute spielt Gold eine wichtige Rolle für das Währungssystem, weil die meisten Währungsgebiete mit größeren Goldvorräten den Wert von Geldscheinen und modernen Münzen aus Kupfer, Eisen und anderen Legierungselementen decken, weil der aufgeprägte oder gedruckte Wert auf den Geldstücken nicht deren Materialwert entspricht. Dabei decken die Goldvorräte einer Wirtschaftsunion mit einheitlicher Währung nur selten den Geldwert, der sich in dem Gebiet tatsächlich im Umlauf befindet. Man nimmt Gold für diese Aufgaben, weil es ein sehr seltenes Metall ist, aber dennoch eine historisch große Bedeutung hat, zudem kann man es noch in hinreichend großen Mengen fördern.

Viele Medaillen oder Sammelmünzen, die heutzutage geprägt werden, bestehen mindestens zu einem Großteil aus Gold. Daher steigert sich der Wert dieser Münzen je nach der Entwicklung des Goldpreises. In Zeiten wirtschaftlicher Stagnation und Währungsinflation ist Gold in der Regel eine sehr sichere Geldanlage, daher steigt der Preis in diesen Zeiten stark an. So ist der Goldpreis in den letzten Jahrzehnten deutlich und stetig gestiegen, daher ist das Edelmetall in Barrenform oder verarbeitet in Schmuckgegenständen bzw. Sammelmünzen eine verlässliche Anlagemöglichkeit, wobei diese wie jede Geldanlage keinesfalls risikofrei ist. Der Wert von Sammelmünzen und historischen Münzen aus Gold steigt mit der Zeit, der Wert historischer Münzen ist aber auch schon heutzutage deutlich höher als der Preis frisch geprägter Sammelmünzen aus Gold. Dennoch muss man einen Fund historischer Goldmünzen in der Regel an die örtlichen Behörden melden, welche dann die Fundstücke verwalten und dem Finder eine angemessene Entschädigung zukommen lassen.

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