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Euro-Umtausch für den Urlaub im Ausland oft günstiger

Wer für den nächsten Urlaub die Euro-Zone verlässt, der sollte sich bereits vor der Abreise über den aktuellen Wechselkurs sowie anfallende Gebühren informieren. Zudem ist es ratsam, etwas Landeswährung mitzuführen.

Auch wenn die Währung selbst immer wieder scharfer Kritik ausgesetzt ist – der Euro hat zumindest das Reisen innerhalb der EU erleichtert. Anstatt für jeden Auslandsbesuch Geld umtauschen zu müssen, kann innerhalb der Gemeinschaft meist mit dem Euro bezahlt werden. Doch nicht nur für weite Reisen wie nach Amerika oder Asien muss Währung getauscht werden: Auch in Europa wird der Euro nicht in jedem Land akzeptiert – so kann beispielsweise in der Schweiz sowie in Schweden, Dänemark und Norwegen in der Regel nur in der dortigen Landeswährung gezahlt werden.

Um für die Reise in ein Land, das nicht zum Euro-Währungsgebiet gehört, gewappnet zu sein, sollte man bereits im Vorfeld etwas Geld umtauschen. Prinzipiell tauscht jedes Kreditinstitut Währungen um – häufig wird jedoch vorausgesetzt, dass man selbst Kunde bei der jeweiligen Bank ist. Außerdem sollte man sich nicht zu lange Zeit lassen: Die Banken benötigen vor allem bei wenig nachgefragten Währungen oft mehrere Tage, bis sie einen entsprechenden Umtausch vornehmen können. Da sie selten größere Beträge vorrätig halten, müssen sie das Geld erst bestellen. In einigen Fällen muss auch ein gewisser Mindestbetrag angefordert werden, um die Bestellung vornehmen zu können. Der Aufwand des Umtauschs vor Reiseantritt lohnt sich jedoch: Ist beispielsweise der Transfer vom Zielflughafen zum Hotel nicht im Reisepreis inbegriffen, so wird man auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi zurückgreifen müssen – Bank- oder Kreditkarten werden dort nur selten akzeptiert. Zwar kann auch an den meisten Zielflughäfen Geld gewechselt oder am Automaten abgehoben werden, doch wer bereits zu Hause getauscht hat, der kann sich einen Zeitvorteil verschaffen – oftmals bilden sich nach Ankunft einer voll besetzten Maschine lange Schlangen vor den Geldautomaten und Wechselstuben.

Die für den Geldumtausch anfallenden Gebühren sind von Land zu Land unterschiedlich. In Ländern wie Norwegen ist der Umtausch von Euro in die Landeswährung oft günstiger als in Deutschland. Beim Abheben am Geldautomaten sind die Bankgebühren zu beachten: Da diese pauschal berechnet werden, kann es ratsam sein, gleich einen höheren Betrag abzuheben - ansonsten muss die Pauschale bei jedem Abhebevorgang erneut gezahlt werden. Wer in Besitz einer Kreditkarte ist, der kann mit dieser an allen ausgewiesenen Akzeptanzstellen zahlen: Hinweisschilder mit dem Emblem des ausgebenden Instituts weisen darauf hin, welche Kreditkarten angenommen werden. In Restaurants sollte man vor der Bestellung nachfragen, welche Karte akzeptiert wird, wenn man sich nicht sicher ist. Viele Geldautomaten ermöglichen auch ein Abheben von Geldbeträgen per Kreditkarte – die entsprechenden Automaten sind ebenfalls gesondert gekennzeichnet. Die anfallenden Gebühren sollten im Vorfeld beim Karteninstitut erfragt werden.

Um für einen eventuellen Diebstahl oder Verlust gerüstet zu sein, sollte man die Telefonnummer der eigenen Bank oder des Kreditkartenunternehmens mit sich führen, um entwendete Karten umgehend nach Bemerken des Abhandenkommens sperren lassen zu können. Es empfiehlt sich zudem, nicht die gesamte Reisekasse im Portemonnaie aufzubewahren: Es sollte immer ein gewisser Barbetrag im Hotelsafe aufbewahrt werden, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können.