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Arbeitsvertrag in einen Altersteilzeitvertrag ändern

Im Einverständnis mit ihrem Arbeitgeber können ältere Arbeitnehmer ihren bisherigen Vertrag in einen Altersteilzeitvertrag ändern und so ihre Arbeitszeit bis zum Beginn der Rente deutlich verringern.

Mit zunehmendem Alter lässt die Leistungsfähigkeit nach, sodass man oft nicht mehr mit voller Kraft arbeiten kann. Das trifft umso mehr zu, wenn man in körperlich anstrengenden Berufen tätig ist. Dennoch ist jeder verpflichtet, bis zum Renteneintrittsalter zu arbeiten, sofern eine Stelle verfügbar ist. Viele Menschen möchten dies auch, da sie Freude an ihrem Beruf haben, würden aber gerne etwas kürzertreten. Sofern sie das 55. Lebensjahr vollendet haben, können sie ihren Arbeitsvertrag unter Umständen in einen Altersteilzeitvertrag ändern. Allerdings ist hierfür das Einverständnis des Arbeitgebers erforderlich. Dieser kann jederzeit ablehnen, wenn die betrieblichen Verhältnisse eine Altersteilzeit nicht möglich machen oder er diese aus anderen Gründen nicht gewähren möchte. Da einige Förderungen gestrichen wurden, müssen ältere Arbeitnehmer immer häufiger mit einer Ablehnung rechnen. Früher wurde es unter bestimmten Voraussetzungen nämlich staatlich unterstützt, einen Arbeitsvertrag in einen Altersteilzeitvertrag zu ändern. Diese Förderung ist inzwischen weggefallen. Viele Arbeitgeber gewähren ihren Mitarbeitern dennoch diese Möglichkeit, da sie dabei von ihrer langjährigen Erfahrung profitieren können.

Dabei arbeitet der Arbeitnehmer über einen bestimmten Zeitraum nur noch die Hälfte und bekommt dementsprechend weniger Gehalt. Allerdings ist der Arbeitgeber verpflichtet, darauf einen Aufschlag zu zahlen. Früher wurde dieser vom Staat in einigen Fällen erstattet, zum Beispiel wenn durch die Arbeitszeitreduzierung eines Mitarbeiters ein Arbeitsloser eingestellt wurde. Inzwischen ist dies nicht mehr der Fall. Dennoch sollte man seinen Chef ansprechen, wenn man sein Arbeitsverhältnis in einen Altersteilzeitvertrag ändern möchte. Dabei kann man entweder nur den halben Tag arbeiten oder nur während bestimmter Tage, Wochen oder Monate. Wichtig ist lediglich, dass die Arbeitszeit insgesamt um 50 Prozent reduziert wird. Daher ist es auch möglich, die Hälfte der Zeit Vollzeit zu arbeiten und anschließend ohne Arbeitsleistung weiterhin Geld zu beziehen. Allerdings muss man sich bei allen Varianten den Bedürfnissen des Unternehmens anpassen.

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