Empfiehlt sich ein handschriftlicher Lebenslauf?

Ein handschriftlicher Lebenslauf sagt enorm viel über den Bewerber aus, weshalb man beim Verfassen ein paar wichtige Regeln beachten sollte.

Im heutigen, digitalen Zeitalter sieht man Text vor allem in Form von Druckbuchstaben auf Papier oder einem Bildschirm. So viele Vorteile die besser lesbare, kleinere und übersichtlichere Druckschrift auch hat, man freut sich fast schon, wieder etwas Handschriftliches zu sehen. Insbesondere bei Bewerbungen kann man sich zum Beispiel mit einem handschriftlichen Lebenslauf einige Pluspunkte sichern, weil dieser persönlicher ist. Hin und wieder verlangt der Arbeitgeber sogar ausdrücklich einen Lebenslauf der mit der Hand geschrieben ist. Dies ist vor allem der Fall bei Bewerbungen um Ausbildungsplätze für Berufe, bei denen die Handschrift wichtig ist.

Ein handschriftlicher Lebenslauf hat nicht viel mit dem allgemein bekannten tabellarischen Lebenslauf am Computer gemeinsam. Er wird in Form eines zusammenhängenden Textes geschrieben und ähnelt eher einem Aufsatz. Wenn man ihn schreibt, sollte man sich immer bewusst sein, dass die Schrift mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit genau analysiert wird, um Rückschlüsse auf den Charakter des Verfassers zu ziehen. Im Fachjargon nennt man diesen Vorgang die Erstellung des graphologischen Gutachtens.

Die verwendete Ausrüstung hat einen großen Einfluss auf das Schriftbild, sodass man das Schreibgerät mit Bedacht wählen sollte. Am besten sind Füllfederhalter mit blauer Tinte geeignet. Als Linkshänder sollte man besser zu einem entsprechenden Tintenschreiber mit Kugel zurückgreifen, um nichts zu verschmieren. Auf keinen Fall einen Kugelschreiber benutzen! Dieser ist zwar schnell, aber schwer zu kontrollieren, sodass die Schrift abgehackt und schlampig aussieht. Auch das Papier ist wichtig. Um gerade zu schreiben braucht man eine linierte Unterlage, auf die ein blankes Blatt gelegt wird. Handelsübliches Druckerpapier ist zwar akzeptabel und preiswert, hochwertiges Schreibpapier aus dem Fachgeschäft sieht allerdings edler aus.

Ein absolutes Tabu ist die Benutzung des Tintenkillers oder gar das Wegstreichen von Wörtern. Weil Rechtschreibfehler einen fatalen Einfluss auf die Bewertung haben, bleibt wohl oder übel nichts anderes übrig, als den Lebenslauf erneut zu schreiben, und zwar so lange bis er perfekt ist.

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