DAX+0,90 % EUR/USD+0,01 % Gold+0,10 % Öl (Brent)+0,51 %

Minijob Angebote - hier gilt es, sehr gut aufzupassen

Die Minijob Angebote unterscheiden sich zum Teil erheblich voneinander und so haben sich auch Verschiebungen ergeben, die zulasten der Arbeitnehmer gehen. Vergleich lohnt, denn nicht alle Arbeitgeber arbeiten seriös.

Minijob Angebote sind sowohl im Anzeigenmarkt der Tageszeitungen als auch in wöchentlich erscheinenden Wurfsendungen einzelner Städte wie auch im Anzeigenmarkt des Internets stark vertreten. Allerdings unterscheiden sich die Minijob Angebote zum Teil sehr erheblich voneinander. Noch immer sind natürlich Minijob Angebote zu finden, die ihrem Namen gerecht werden. Für mehrere Stunden Zeitaufwand in der Woche wird ein angemessener Stundenpreis vom Arbeitgeber bezahlt, der allerdings die 400-Euro-Grenze monatlich nicht überschreiten darf. Der Arbeitnehmer hat bei dem Minijob eine Sozialversicherungspflicht, die allerdings vom Arbeitgeber finanziert wird. Beide Seiten sind zufrieden, denn in der Regel werden die Minijobs von Müttern ausgeübt, die für mehr Arbeitsaufwand keine Zeit haben, die aber dennoch trotz der Erziehung und der Betreuung ihrer Kinder Geld verdienen und gleichzeitig für die Familie ausreichend zu Verfügung stehen möchten.

Andere Minijobs werden eher als Minijob unter dem Deckmantel dieser Bezeichnung angeboten, obwohl das Kriterium hier nicht mehr erfüllt wird. Gern werden solche vermeintlichen Minijobs dann als selbständige Tätigkeit angeboten. Der Mitarbeiter soll weisungsgebunden arbeiten, ist dabei aber vom Status her selbständig. So entziehen sich Arbeitgeber ihren Verpflichtungen, denn sowohl die Gewährung von bezahltem Urlaub als auch Lohnfortzahlung entfallen hier ebenso wie auch die Sozialversicherungspflicht, der sich der Arbeitgeber ansonsten stellen müsste. Für den Arbeitnehmer, der diesen vermeintlichen Minijob annimmt, ergeben sich arbeitsrechtlich neue Aspekte. Der Arbeitnehmer ist nämlich nicht mehr ein solcher, sondern anstelle dessen ein Auftragnehmer, der in eigener Verantwortung und gegen Rechnung oder Gutschrift Aufträge erfüllt. Hier ergibt sich neben der nun selbst zu finanzierenden Sozialversicherungssituation auch das Problem, das Krankheit und Urlaub unbezahlt bleiben. Rein rechtlich befinden sich diese Minijobs in einer Grauzone, bei der ohne Kläger kein Richter vorhanden ist, die aber schnell ein Problem für den vermeintlichen Arbeitnehmer bringen, der nun Gewerbetreibender ist. Empfehlenswert ist dies nicht.

Inhalt

Rubriken