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Weiterbildung zum Fachberater für Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolgeberatung in betriebswirtschaftlichen und steuerrechtlichen Fragen gewinnt bei Mittelständlern immer mehr an Bedeutung. Die Weiterbildung zum Fachberater für Unternehmensnachfolge im Überblick.

Wenn der Senior in den wohlverdienten Ruhestand geht, übernimmt sein Junior oder auch eine externe Führungspersönlichkeit das Zepter im Unternehmen. Das Zepter geht im Rahmen der Unternehmensnachfolge aber nur in der Theorie von Hand zu Hand: Wenn ein Unternehmen an den Nachfolger übergeben wird, stehen zivil- und steuerrechtliche sowie betriebswirtschaftliche Fragen im Raum. Der Fachberater für Unternehmensnachfolge berät Unternehmen in allen Belangen der Unternehmensnachfolge.

Ein solcher Fachberater bewegt sich in einem Wachstumsmarkt. Immer mehr Firmenchefs der alten Garde setzen sich aus Altersgründen zur Ruhe und treten ihr Unternehmen an einen Nachfolger ab. Der Fachberater für Unternehmensnachfolge begleitet den Prozess der Unternehmensnachfolge beratend. Eine Weiterbildung zu dieser Qualifikation richtet sich insbesondere an Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, denn diese bringen aus ihrem Arbeitsalltag bereits das Handwerkszeug für eine professionelle Unternehmensnachfolgeberatung mit.

Im Rahmen der Unternehmensnachfolge sind vor allem die Beratungsfelder Erbrecht, Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeits- und Zivilrecht von Relevanz. Im Rahmen der Weiterbildung zum Fachberater für Unternehmensnachfolge erlernen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater die Beratungsschwerpunkte im mittelständischen Kontext anzuwenden. Dort entwickeln sie dann nach erfolgreichem Abschluss der Zusatzausbildung Nachfolgekonzepte, beraten in testamentarischen Fragen und zum Ehevertrag, errechnen die möglichen Steuerfreibeträge und nehmen Unternehmensbewertungen vor. Eine professionelle Unternehmensnachfolge erfordert oft bis zu fünf Jahren Planung.

Als Zulassungsvoraussetzung zur beruflichen Weiterbildung gilt eine mehrjährige Tätigkeit als Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Von besonderer Relevanz sind Kenntnisse in der Buchhaltung, Erfahrung in der Erstellung von Jahresabschlüssen und Grundkenntnisse im Zivilrecht.

Das Seminar wird von verschiedenen Akademien angeboten und mit einem anerkannten Zertifikat abgeschlossen. Mit diesem Zertifikat können Wirtschaftsprüfer und Steuerberater ihre Mandanten auch gezielt in allen Fragen der Unternehmensnachfolge beraten.