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Anspruch auf Abfindung nur unter bestimmten Bedingungen

Für Arbeitnehmer gibt es seit dem 01.04.2004 einen gesetzlich definierten Rechtsanspruch auf eine Abfindungszahlung. Um diese zu erhalten, müssen mehrere arbeitsrechtliche Voraussetzungen erfüllt sein.

Ist die wirtschaftliche Situation von Unternehmen angespannt, führt dies in der Regel zu betriebsbedingten Kündigungen. Bei der Vereinbarung von Sozialplänen werden dabei meistens Abfindungszahlungen vereinbart. Um einen Anspruch auf Auszahlung der Abfindung zu haben, müssen drei Bedingungen erfüllt sein. Erstens muss es eine betriebsbedingte Kündigung sein. Zweitens muss bereits in der schriftlichen Kündigung eine Abfindung angeboten werden für den Fall, dass der Arbeitnehmer auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet. Als dritte Bedingung gilt die Höhe der Abfindung. Diese muss für jedes volle Jahr der Beschäftigung ein halbes Monatsgehalt betragen. Gezahlt wird erst, wenn die Klagefrist im Kündigungsschutzverfahren verstrichen ist.

Für die Versteuerung gelten unterschiedliche Freibeträge. Diese richten sich nach dem Lebensalter des Arbeitnehmers und der Dauer der Betriebszugehörigkeit. 7.200 Euro bleiben grundsätzlich steuerfrei. Ist der Arbeitnehmer über 50 Jahre alt und über 15 Jahre im Betrieb, liegt der Freibetrag bei 9.000 Euro. Ab einem Alter von 55 Jahren und 20-jähriger Betriebszugehörigkeit sind 11.000 Euro steuerfrei.

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