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Mietrecht für Vermieter definiert klare Pflichten

Wird eine Wohnung, ein Haus oder eine Gewerbeimmobilie vermietet, ist dies mit zahlreichen Pflichten für den Vermieter verbunden. Er muss unter anderem den baulich einwandfreien Zustand dauerhaft sicherstellen.

Schließt man für den eigenen Wohnraum mit Dritten einen Vertrag über die Nutzung, geht man als Vermieter damit zahlreiche Verpflichtungen ein. Die Instandhaltung und die Beseitigung baulicher Mängel obliegen dem Vermieter. Ebenso muss er jährlich eine nachvollziehbare und korrekte Betriebskostenabrechnung erstellen. Wurden durch den oder die Mieter Kautionszahlungen geleistet, ist das Geld getrennt vom eigenen Vermögen anzulegen. Die während der Mietdauer entstehenden Zinsgewinne sind bei Auszug an den Mieter auszuzahlen. Zutritt zur vermieteten Wohnung erhält der Vermieter nur nach schriftlicher Ankündigung, in Notfällen wie Bränden oder Rohrbrüchen darf er die Wohnung betreten.

Die Beendigung eines Mietvertrages ist für Vermieter schwerer als für Mieter. Nur wenn man nachweisen kann, dass die Wohnung für den Eigenbedarf benötigt wird oder durch die Vermietung ein Verkauf der Immobilie erschwert wird, ist eine Kündigung zulässig. Bei erheblichen Vertragsverletzungen durch den Mieter kann der Vermieter die Wohnung auch fristlos kündigen. Weigern sich die Mieter in diesem Fall auszuziehen, kann er sie nicht eigenhändig aus der Wohnung weisen, sondern muss ein gerichtliches Räumungsverfahren anstreben. Dies dauert in der Regel sehr lange, die Kosten muss der Vermieter zunächst auslegen.