Öffentliche Rechtsauskunft: Bietet juristischen Rat!

Eine öffentliche Rechtsauskunft steht gerade Menschen offen, die nur geringe finanzielle Mittel haben und sich keinen anwaltlichen Rat leisten könnten. Daneben sind sie sehr oft auch als Streitschlichtungsstellen tätig.

öffentliche rechtsauskunft
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Eine öffentliche Rechtsauskunft erteilt Bürgern genau wie ein Anwalt Auskunft zu rechtlichen Fragen. Im Allgemeinen handelt es sich ausgebildete Volljuristen und Anwälte, die für eine öffentliche Rechtsauskunft tätig sind. Zum Teil engagieren sich Juristen bei der öffentlichen Rechtsauskunft auch ehrenamtlich.

Eine anwaltliche Beratung kann schnell zu relativ hohen Kosten führen, die sich aus der Gebührenordnung für Rechtsanwälte ergeben. Insbesondere wenn man keine geeignete Rechtsschutzversicherung besitzt, sind die aus anwaltlichem Rat resultierenden Kosten schnell im dreistelligen Bereich anzusiedeln. Im Gegensatz dazu fallen bei der öffentlichen Rechtsauskunft in der Regel keinerlei Gebühren an. Im Normalfall richtet sich das Angebot der öffentlichen Rechtsauskunft allerdings an Menschen, die lediglich über ein äußerst geringes Einkommen verfügen, beziehungsweise keinerlei Vermögen haben. Zum Teil muss man seine finanzielle Situation bei der öffentlichen Rechtsauskunft entsprechend nachweisen können.

Viele öffentliche Rechtsauskünfte sind zugleich auch Streitschlichtungsstellen. Das bedeutet, dass sie anbieten, Streitigkeiten außergerichtlich zu schlichten. Das können Streitigkeiten sein, die zwischen zwei natürlichen Personen bestehen, also beispielsweise zwischen Herrn Müller und Herrn Schmidt. Denkbar sind aber auch Fälle zwischen zwei juristischen Personen, also etwa zwischen zwei Gesellschaften. Natürlich fallen auch Streitigkeiten zwischen einer natürlichen und einer juristischen Person in das Aufgabenfeld einer Streitschlichtungsstelle.

Allerdings nimmt die öffentliche Rechtsauskunft in ihrer Funktion als Streitschlichtungsstelle in der Regel nur Angelegenheiten an, die zivilrechtlicher Natur sind. Dies kann beispielsweise der Streit zweier Nachbarn um den Gartenzaun sein. Strafrechtliche Fälle hingegen, also beispielsweise eine Köperverletzung oder ähnliches, werden in der Regel durch eine öffentliche Rechtsauskunft nur angenommen, wenn ein Sühneverfahren von den Beteiligten gewünscht wird. Für die Behandlung von strafrechtlichen Vorwürfen bleiben die Staatsanwaltschaften zuständig.