Kuba Krise: 1962 hielt die Welt den Atem an

Mit der Kuba Krise im Jahr 1962 erreichte der Kalte Krieg seinen Höhepunkt: Die USA und die Sowjetunion standen kurz vorm Atomkrieg. Die dramatische Kuba Krise mit ihren geschichtlichen Eckdaten in der Kurzübersicht.

In der Kuba Krise von 1962 gipfelte der Kampf zweier Großmächte, die sich seit Ende des Zweiten Weltkriegs zunehmend feindlicher gegenüber standen: die kapitalistische USA und das kommunistische Russland. Die Kuba Krise dauerte insgesamt 13 Tage, hielt allerdings die ganze Welt in Atem. Noch nie stand die Welt so dicht vor einem Atomkrieg wie im Oktober 1962.

Der Kuba Krise ging ein beiderseitiges Wettrüsten auf der ganzen Welt voraus. Die USA installierten in Italien und der Türkei nukleare Mittelstreckenraketen, die auf die Sowjetunion gerichtet waren. Im Juli des Jahres 1962 begann die Sowjetunion mit einer gewaltigen Stationierung von Militär auf Kuba – direkt vor den Toren ihres Weltmachtgegners. Neben Mittelstreckenraketen wurden hunderttausende Tonnen militärische Ausrüstung und mehr als 40.000 Soldaten nach Kuba transportiert. Im August des gleichen Jahres entdeckte der amerikanische Geheimdienst das sowjetische Militäraufkommen auf Kuba und leitete Aufklärungsflüge ein. Amerikanische Spionageflieger entdecken auf Kuba mindestens 16 Mittelstreckenraketen, die theoretisch alle großen Städte der USA erreichen konnten.

Bei einem Treffen zwischen dem sowjetischen Außenminister und Kennedy kommt die Aufrüstung auf Kuba zunächst nicht zur Sprache. Die Amerikaner gehen erst einmal davon aus, dass die Russen mit Kuba ihre Position in den Berlinverhandlungen stärken wollen. Nachdem sich die Amerikaner von einem Luftangriff auf Kuba nicht die gewünschte Zerstörungskraft versprachen, genehmigte Kennedy eine Seeblockade. Am 22. Oktober des Jahres 1962 informierte Kennedy die Weltöffentlichkeit über die sowjetischen Raketen auf Kuba und forderte den Abzug. Für den Fall eines Angriffes drohten die Amerikaner mit einem atomaren Gegenschlag. Am 27. Oktober überschlugen sich schließlich die Ereignisse: Ein amerikanisches Flugzeug trat in russischen Luftraum ein, ein US-Flugzeug wurde über Kuba abgeschossen. Kennedy strebte erneute Verhandlungen an und untersagte einen Angriff. Nach einem Treffen zwischen Robert Kennedy und dem sowjetischen Botschafter stimmten die Amerikaner einem Raketenabzug aus der Türkei zu - die Sowjetunion zog sich aus Kuba zurück.