Wie Palmen in Deutschland erfolgreich überwintern

Wer den richtigen Standort und eine winterharte Palme wählt, der hat auch an Palmen in Deutschland seine Freude. Oft reicht ein geschützter Platz. Bei starkem Frost sollte man die Palme mit Frostschutzvlies umwickeln.

palmen in deutschland
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In Regionen, in denen hierzulande der Wein gedeiht, ist es nicht ungewöhnlich, Freilandpalmen zu finden. Aber auch in kälteren Gegenden sind Palmen in Deutschland anzutreffen. Erfahrungsgemäß nehmen Palmen, die ausgepflanzt wurden, an Orten mit einer Januardurchschnittstemperatur von über null Grad keinen Schaden. Bleiben die Temperaturen im Bereich von minus 1,5 Grad und darunter, sollte man sie in beheizbaren Folienhäusern unterbringen oder in temperierten Gewächshäusern.

Wer in Deutschland Palmen pflanzen will, für den ist zwischen März und Juni die beste Zeit. Schon die Auswahl beim Kauf will überlegt sein; hier spielt neben der Art eine Rolle, ob es sich um eine Gewächshaus-Pflanze handelt oder ob die Palme im Schatten stand. Wenn Letzteres der Fall war, sollte man die Palme erst einige Wochen an die Sonne gewöhnen und sie bei stärkerer Sonneneinstrahlung mit einem Vlies schützen. Als ideale Palmen haben sich Hanfpalmen erwiesen. Ein wesentliches Merkmal, um eine Palme aus dem Topf zu nehmen und ins Freie zu setzen, sind fest durchwurzelte Ballen. Kennzeichen für kräftige Pflanzen sind eine kompakte Blattkrone, mehrere feste Blätter und kurze Blattstiele.

Hilfreich ist für die Palmen, wenn in die Aushub-Erde, die mit Humus vermischt werden sollte, Lavagranulat, Kies oder Blähton mit Drainagefunktion eingebracht wird; besonders bei Lehmböden sollte man das Erdreich lockern. Das Pflanzloch sollte circa doppelt so groß sein wie der Wurzelballen; er wird bei normaler Erde etwas erhöht platziert wird. Anders auf Sandböden, wo zudem im ersten Jahr darauf zu achten ist, dass die Palme nicht umfällt.

Was den Standort anbelangt, ist es für Palmen in Deutschland besonders relevant, dass sie ganzjährig einen sehr sonnigen und windgeschützten Standort bekommen. Starker Wind zerreißt die Palmwedel buchstäblich und bewirkt zudem eine Temperaturabkühlung.

Mit Schilfrohr- und Reetmatten, aber auch mit einem Umbau aus einem Lattengerüst, das mit Luftpolsterfolie ummantelt wird, geht man in rauen Lagen auf Nummer sicher. Die Palmwedel hüllt man am besten in mehrere Lagen Frostschutzvlies. So kommen Palmen in Deutschland auch bei stärkerem Frost gut über den Winter.