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Baum fällen – gefährlich, da muss der Fachmann ran

Einen Baum fällen – das scheint doch ganz einfach zu sein. Dennoch hört man immer wieder von schweren oder sogar tödlichen Unfällen bei solchen Anlässen. Deshalb sollte man diese Arbeit besser dem Fachmann überlassen.

Einen Baum fällen im freien Gelände, das scheint kein großes Problem zu sein. Trotzdem sind einige Dinge zu beachten, damit niemand zu Schaden kommt. Zunächst einmal muss man den richtigen Zeitpunkt abwarten. Die Baumpflege und auch das Fällen morscher Bäume erfolgt in der Regel während des Winters.

Fachmann für das Baumfällen ist der Forstwirt. Aber auch ein Landschaftsgärtner oder ein anderer spezialisierter Gartenbaubetrieb hat eventuell die Erfahrung und auch die nötige Ausrüstung. Zunächst ist der Platz rund um den Baum abzusperren. Dann muss die Fallrichtung des Baumes anhand der Kronenlast oder seines Wuchses bestimmt werden. Ist diese eindeutig – gut. Oft genug ist es aber schon vorgekommen, dass sich der Baum nicht daran hält und in die falsche Richtung fällt. Er nimmt auch keine Rücksicht darauf, dass da ein Mensch im Wege sein könnte. Als nächstes wird der Stamm am Boden in Fallrichtung eingekerbt, um den Fall in dieser Richtung zu unterstützen. Dann wird von der Gegenseite aus eingesägt, bis der Baum fällt.

Im Wohnbereich ist das Baum fällen nicht so einfach. Zunächst einmal muss man bei einem größeren Baum eventuell eine Genehmigung bei der zuständigen Behörde einholen. Wenn diese vorliegt und genügend Platz vorhanden ist, kann der Baum nach der obigen Methode gefällt werden. Falls aber eine andere Fallrichtung erzwungen werden muss, gab es früher auf dem Dorf einen recht einfachen Trick. In etwa 2/3 Baumhöhe wurden zwei Seile angebracht, an denen im Dreieck kräftig gezogen und so der angesägte Baum umgerissen wurde. Baumfällen auf dem Dorf war ein Ereignis. Daher waren genügend Helfer aus der Nachbarschaft vorhanden, um diese nicht ganz ungefährliche Aktion erfolgreich zu Ende zu bringen.

Heute verzichtet der Fachmann auf derartige Abenteuer. Meist steigt er mit der Kettensäge in den Wipfel und fängt von oben an, den Baum in ungefährliche Stücke zu sägen, die dann zur Erde fallen. Diese Methode hat zwar den Nachteil, dass man aus dem Stamm nur noch Brennholz machen kann. Aber sie ist relativ ungefährlich und oft genug auch die einzige Möglichkeit, einen zu groß geratenen Baum in einem dicht bebauten Wohngebiet zu entfernen.

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