Den Vorgarten pflegeleicht gestalten

Der Vorgarten eines Hauses ist wie seine Fassade eine Art Visitenkarte seiner Bewohner. Kein Wunder also, dass hier fast jeder einen guten Eindruck machen will. Doch schön und pflegeleicht – geht das?

Die Gestaltung von einem Vorgarten fängt mit der Planung an. Eine der ersten Überlegungen sollte sein: „Wie viel Zeit bin ich bereit, später für die Pflege zu investieren?“ Eine der simpelsten Lösungen stellt da sicherlich die Pflanzung sogenannter „Laubschlucker“ dar. Dies sind niedrig wachsende Sträucher wie beispielsweise Cotoneaster oder Berberitzen. Dadurch, dass sie eng gepflanzt werden, bilden sie eine natürliche Schutzschicht auf dem Boden und Laub, das möglicherweise durch den Wind von der Straße in den Vorgarten geweht wird, sackt durch das feine Geäst auf die Erde und wird so verdeckt, bis es von selbst verrottet.

Eine schöne Variante ist auch ein Mix aus Natursteinpflaster oder Platten, die durch Solitärgehölze in dekorativen Kübeln ergänzt werden. Hier hat man auch die Möglichkeit, saisonale Blühereignisse in Form von Rosen oder Frühjahrsblühern zu setzen. So hat man ein ständig wechselndes Bild, das sich den Jahreszeiten anpasst. Für die Auswahl geeigneter Bodenabschlüsse aus Stein oder Beton hält der Fachhandel eine Riesenauswahl bereit. Damit man sich später nicht mit immer wiederkehrendem Unkraut plagen muss, empfiehlt es sich hier zwischen Boden und Steinen eine Schicht Glasasche oder eine Unkraut-Hemmfolie einzuziehen. Auch für die Art des Verlegens gibt es etliche Variationen. So können unter anderem Kreise gepflastert werden, die optisch wiederum einen ansprechenden Rahmen für Kübelpflanzen bilden.

Auch die Pflanzung von Gehölzen will gut bedacht sein, vor allem, wenn der Vorgarten eher klein ist. So muss man da zum Beispiel bedenken, dass ein junger Baum recht schnell an Höhe gewinnen kann und dann vielleicht Fenster bedeckt und somit den Einfall von Tageslicht reduziert. Eine weitere Überlegung betrifft das Einfrieden des Grundstücks vor dem Haus. Hier bieten sich zum einen niedrige Zäune aus Metall oder Holz an, aber auch kleine Hecken aus Buxbaum oder Zwergkoniferen. Natürlich kann auch eine hohe Umrandung aus Liguster oder anderen Sträuchern gepflanzt werden, wenn zum Beispiel ein natürlicher Sichtschutz gewünscht wird. Auf jeden Fall sollten hier winterharte Gewächse verwendet werden, die auch zur kalten Jahreszeit nicht ihr Laub abwerfen. Daher wäre die Hainbuche hier weniger geeignet.