Fertigrasen – das schnelle Grün zu jeder Jahreszeit

Endlich können Sie das eigene Haus beziehen und den langersehnten Garten genießen. Doch: von sattem Grün ist keine Spur. Die Lösung lautet Fertigrasen.

Ein saftiges Grün im Garten lässt sich heute ganz bequem durch fertigen Rasen schaffen, der rollenweise verlegt wird. Dieses Verfahren ist schnell und unkompliziert in der Handhabung und erfreut sich daher wachsender Beliebtheit. Fertigrasen wird in sogenannten Rasenschulen vorkultiviert. Das bedeutet, der Rasen wird ausgesät und sobald er herangewachsen ist mit speziellen Maschinen in ca. zwei bis drei Zentimetern Tiefe abgeschält. Damit diese Bahnen leichter zu transportieren sind und dabei auch nicht beschädigt werden, müssen sie eingerollt werden. Daher bezeichnet man den Fertigrasen auch als Rollrasen. Bevor eine Fläche mit Fertigrasen bezogen werden kann, muss diese von Unkraut und Ähnlichem befreit werden. Auch grobe Gegenstände, wie Wurzeln oder Steine sollten vorher entfernt werden. Nun muss der Boden gut aufgelockert werden, damit der Rasen später gut anwachsen und atmen kann. Entspricht der Boden nicht den optimalen Bedingungen, ist er z.B. zu sandig, kann er mit Mutterboden oder Humus angereichert werden, um eine optimale Nährstoffversorgung des frischen Rasen zu gewährleisten. Anschließend muss die nun gereinigte Fläche geebnet werden. Dies funktioniert am Besten mit einer Rasenwalze, die man sich im Baumarkt oder im Fachhandel ausleihen kann. Der Boden sollte zum Verlegen des Rasen erdfeucht sein. Jetzt ist alles bereit für den neuen Rasen. Die erste Bahn sollte in einer Ecke ausgerollt werden, um die Arbeit zu erleichtern. Wichtig ist, dass die Kanten immer eng aneinander liegen, damit später keine Lücken im Rasen sichtbar sind. Es ist darauf zu achten, dass der Rasen versetzt verlegt wird, wie bei einer Mauer die Steine. Dadurch entstehen nicht zu viele Kanten. Ist der Rasen nun vollständig verlegt, muss er diagonal ausgewalzt und anschließend gut durchfeuchtet werden. In den ersten zwei bis drei Wochen muss der Rasen täglich bewässert werden, da er den Boden bis dahin noch nicht durchwurzelt hat. In diesen ersten Wochen darf er auch nicht betreten werden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl verschiedener Rasensorten, je nach Verwendungszweck, Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnissen. Ideal für einen Hausgarten ist ein sogenannter Gebrauchsrasen, da er vielseitig nutzbar ist. Vorteile des fertigen Rasen sind seine schnelle Nutzbarkeit, sowie seine unkomplizierte und rasche Verlegung. Außerdem gewährleistet der Rollrasen ein unkrautfreies Vergnügen und ist fast das ganze Jahr über anzuwenden, außer bei Frost. Seine hohe Qualität und leichte Pflege zeichnen diesen Rasen aus.

Helen Kubjuweit