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Guter Mutterboden ist die Grundlage des Gartens

Unter der Bezeichnung Mutterboden wird in der Regel Oberboden verstanden, der im Garten- und Landschaftsbau als Bodenabschluss verwendet wird, wenn kein anderer Belag wie Pflaster oder Split gewünscht ist.

Für die Klassifizierung von sogenanntem Mutterboden oder Oberboden, wie der Fachmann sagt, gibt es verschiedene Kriterien. Diese wiederum geben Auskunft darüber, für welche Pflanzen der Mutterboden am besten geeignet ist. So beanspruchen einige Blumen, Kräuter und Sträucher einen „fetten“ Boden, andere Bäume bevorzugen einen Mageren.

Ein Aspekt ist die Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Diese richtet sich in erster Linie nach der Korngröße, also wie groß die einzelnen Teilchen des Bodens sind. Anhand dieser Korngröße kann dann die Belastbarkeit der Vegetationsschicht – also der Pflanzen, die darauf wachsen sollen – bestimmt werden. Dies ist vor allem bei Rasenflächen ein wichtiges Kriterium. Wenn dieser später nicht im Wasser stehen soll, muss hier eine große Durchlässigkeit gegeben sein. Aus diesem Grund wird für solche Flächen oft Sand in den Mutterboden eingearbeitet.

Für ein schönes Staudenbeet oder für eine Fläche mit Nutzpflanzen ist wiederum der Anteil von organischen Substanzen entscheidend. Das können sowohl Wurzelreste als auch organische Bodenverbesserer sein. Diese erhöhen die Fähigkeit des Wasserspeicherns und liefert somit mehr pflanzenverfügbares Wasser, das diese dringend für ein optimales Wachsen benötigt.

Ein ebenso wichtiger Punkt ist der pH-Wert des Bodens, also, ob ein Boden eher dazu neigt „sauer“ oder alkalisch zu sein. Rhododendren beispielweise benötigen für ein ideales Wachstum ein saures Milieu, während andere Pflanzen dies überhaupt nicht vertragen. Daher sollte man sich vor dem Einbau des Bodens zunächst immer Gedanken über die spätere Verwendung machen. Die Hortensie gilt in diesem Zusammenhang als guter Bio-Indikator. Blüht sie zum Beispiel blau, kann man davon ausgehen, dass der Boden sich eher im alkalischen Bereich befindet, wechselt sie zu einem Rotton über, ist der Boden garantiert sauer.

Als letzten Punkt sollte man die Nährstoffe im Boden genauer unter die Lupe nehmen. So gibt es unter anderem die sogenannte Anzuchterde, die über reichlich Nähstoffe verfügt und somit ideal zum Pikieren oder zur Aussaat geeignet ist. Um möglichst viele Pflanzen mit unterschiedlichen Ansprüchen auf kleiner Fläche anzubauen, eignet sich eine Kräuterspirale. Diese wird mithilfe von Steinen in die Höhe gebaut, wobei der Boden nach oben hin immer magerer wird.

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