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Kohlebriketts: umweltbelastender Brennstoff

Kohle wurde im Ruhrbergbau schon in ihren Anfängen in unterschiedliche Qualitäten unterteilt und Kohlebriketts konnten ihre Qualität als Brennstoff nicht sofort zeigen, denn eine spezielle Bearbeitung war Voraussetzung.

Kohlebriketts, die als Heizmittel eingesetzt werden können, waren zu Anfang des Kohleabbaus noch nicht nutzbar, denn man stellte eine unterschiedliche Qualität fest und die Briketts waren erst durch die Weiterverarbeitung als Brennstoff geeignet. So war es die Stückkohle, die besonders begehrt und hochwertig war, da man sie praktisch im Urzustand nach dem Abbau auch tatsächlich verwenden konnte. Die Gruskohle sowie die Feinkohle, die schon als wesentlich minderwertiger eingestuft wurden, ließ man früher zunächst unter Tage liegen, da man hierfür keine Verwendung wusste. Durch technische Fortschritte, die auch eine Brikettierung möglich machten, wurden schließlich aus der Feinkohle sowie aus Pech Kohlestücke gepresst, die als Kohlebriketts dann die Feinkohle nutzbar machten.

Die Kohle als festes und steinähnliches Sedimentgestein, das aus der Karbonisierung von Pflanzenresten entstand, wird schon lange als Heizbrennstoff verwendet. Dieses Heizmaterial ist als schwarzes Gold bezeichnet, denn es besteht in einem Anteil von 50 Prozent am Gewicht und in über 70 Prozent am Volumen aus Kohlenstoff, womit es als Brennstoff optimal geeignet und sehr wertvoll ist. Auch wenn die Kohlebriketts als Energiequelle und als fossiler Brennstoff für den Menschen schon lange im Einsatz sind, ist die Auswirkung auf die Umwelt sehr umstritten. Durch den hohen Ausstoß an Kohlendioxid wird durch die Nutzung der Kohlebriketts nicht unerheblich zur globalen Erderwärmung beigetragen.

Kohlebriketts werden allerdings nicht nur als Brennstoff eingesetzt, der dann Wärme durch Verbrennung erzeugt. Auch elektrische Energie kann damit gewonnen werden, wobei man hier durch Wärme Wasserdampf erzeugt, der dann wieder Dampfturbinen antreiben soll. Kohlebriketts sind allerdings zur Energiegewinnung inzwischen allgemein umstritten, auch wenn in modernen Kohlekraftwerken viel Technik aufgewendet wird, um den Schaden, der durch Abfallprodukte entsteht, in Grenzen zu halten. Dies wird zum Beispiel durch die Steigerung der Verbrennungseffizienz erzielt. Grundsätzlich stellen Kohlebriketts wie alle fossilen Brennstoffe aber aufgrund ihres überdurchschnittlichen Ausstoßes des Treibhausgases Kohlendioxid während des Verbrennungsprozesses ein Problem für die Umwelt dar und somit ist der Brennstoff für die Beheizung von Öfen nicht empfehlenswert.