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Schädlingsbekämpfung: Immer eine heikle Sache

Heutzutage spricht man eigentlich kaum mehr von Schädlingsbekämpfung sondern von Pflanzenschutzmaßnahmen, da man längst erkannt hat, dass einzelne, gezielte Aktionen besser sind, als flächendeckende Bekämpfung.

Es ist schon ärgerlich, da hat man mit viel Liebe und Mühe Rosen oder andere Pflanzen gezüchtet, sie wachsen gesehen und plötzlich sind sie voller Schädlinge. Bevor man sich nun aber an die Schädlingsbekämpfung macht, sollte man sich eingehend mit dem Befall beschäftigen und ihn vor allem identifizieren. Erst, wenn der Schädling einer richtigen Kategorie zugeordnet werden kann, ist eine Schädlingsbekämpfung Erfolg versprechend. Von sogenannten Allroundern, die meist hochtoxisch sind, ist dabei abzuraten. Dies könnte so sein, als wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießt.

Zunächst sollte man sich das Schadbild anschauen. Blattläuse befinden sich beispielweise gerne auf Rosen, Schneeball, Ahorn und Pfaffenhütchen – um nur einige zu nennen. Ob es sich um Blattläuse handelt, erkennt man daran, dass die Blätter sich rollen und an den Rändern kräuseln. Gleichzeitig bildet sich Honigtau. Anfänglich befinden sich die Läuse (Schwarze und Grüne) nur auf der Blattunterseite und später dann überall. Der Handel bietet in diesem Fall zur Bekämpfung der Läuse Kali-Seife zum Spritzen an. Nicht weniger wirkungsvoll - und im Vergleich zum handelsüblichen Produkt biologisch abbaubar - ist eine Brennnesselbrühe, die man selbst ansetzen kann. Hierfür wird die Brennnessel eng in einem lichtundurchlässigen Fass geschichtet und mit Wasser aufgefüllt. Lässt man dieses Fass etwa zehn Tage verschlossen in der Sonne stehen, entsteht eine Brühe, die mit Hilfe einer Kolbenpumpe auf die befallenen Pflanzen aufgetragen werden kann. Dieser Vorgang ist zwar etwas geruchsintensiv – dieser verschwindet allerdings auch wieder schnell – aber dafür wesentlich umweltverträglicher als chemische Mittel.

Eine weitere große Gruppe der Schädlinge bilden die Pilzkrankheiten. Gartenfreunde dürfte hier vor allem der echte und falsche Mehltau bekannt sein, der leider häufig auch auf Rosen zu finden ist. Während beim echten Mehltau weißer Befall auf der Blattoberseite dominiert, befindet sich beim falschen Mehltau ein grauer Belag auf der Blattunterseite und oben auf dem Blatt gelbe Flecken. Hier empfiehlt es sich, die befallenen Triebe und abgefallenes Laub zu entfernen. Zusätzlich kann als biologisches Mittel Milch gespritzt werden. Zur chemischen Bekämpfung steht Dichlofluanid zur Verfügung.